Der Traum, der neue König vom Ballermann zu sein, ist ausgeträumt: Realitystar Detlef Steves (54) will den Karrierewechsel doch nicht durchziehen, denn seine Nerven machen es nicht mit.

Alles aufgezeichnet

Das konnten die Zuschauer*innen in der Vox-Serie 'Detlef goes Schlager' ganz genau beobachten, denn der Rheinländer ist seit seiner Teilnahme 2009 in der Serie 'Ab ins Beet' aus den Reality-Formaten nicht mehr wegzudenken. Auch sein Weg zum potentiellen Schlagerstar wurde detailliert für die Zuschauer*innen aufgezeichnet. Aber jäten oder Autos zusammenschrauben ist nunmal eine andere Sache als auf Mallorca grölende Horden zu unterhalten. Die Bühnenangst hatte den Star fest im Griff, auch wenn er dann doch seine drei Lieder im Megapark ohne Zitterlippe präsentieren konnte. Aber danach war der Ex-Gastronom nicht von seiner neuen Karriere überzeugt: "Magenschmerzen, Stress, Dünnpfiff jedes Mal vorher? Meine Familie immer weniger sehen?" Die Tränen flossen: "Aber es tobt seit Langem ein Krieg in mir. Den kann ich nicht aushalten. Für mich, so weh, wie mir das tut, ist diese Reise hier zu Ende."

Detlef Steves bekam Unterstützung von Jürgen Drews

Dabei fing es doch gar nicht mal so schlecht an. Drei Songs wollte Detlef Steves dem Publikum präsentieren, einer davon hieß "Die Sonne scheint ins Baggerloch." Der Titel bekam Lob von keinem Geringeren als dem wahren König Mallorcas – Jürgen Drews (78). "Das ist so richtig bescheuert, Party-Mallorca", befand der Künstler in einer früheren Folge der Reality-Serie. Und auch das Lied 'DEFFinitiv'. "Ob du es glaubst oder nicht: Diesen Titel hätte ich auch gemacht." Das hätte den Bastler doch eigentlich beruhigen und Selbstvertrauen geben sollen. Normalerweise strotzt er ja vor Selbstbewusstsein, aber die Aussicht, vor Leuten auf der Bühne zu singen, hat ihn jedes Mal fertig gemacht: "Alle denken nachher: Dieser Vollhorst kann doch gar nichts. Ich will nicht total versagen." Dieses Nerventheater vor jedem Schlagerauftritt hat seinen Tribut gefordert. Detlef Steves kann jetzt wieder beruhigter in die Zukunft schauen – fiese Auftritte bei Ballermann & Co sind vorbei.

Bild: Henning Kaiser/picture-alliance/Cover Images