Dolly Partons Neffe nennt einstweilige Verfügung 'PR-Stunt'
Dolly Partons Neffe nennt einstweilige Verfügung 'PR-Stunt'.
Der Streit um Dolly Partons Nachlass nimmt eine weitere Wendung.
Bryan Seaver, der Neffe der verstorbenen Country-Legende, wehrt sich gegen seine Entlassung als Sicherheitschef für Partons Anwesen. Zugleich liegt inzwischen eine einstweilige Verfügung gegen ihn vor. Seaver bezeichnet die Vorwürfe als haltlos und spricht von einem gezielten Versuch, ihn öffentlich unter Druck zu setzen. Bryan Seaver hatte im vergangenen Monat in einem Video den Tod seiner Tante bekannt gegeben. Fast 20 Jahre lang war er für die Sicherheit rund um ihre Immobilien zuständig. Nach Partons Tod wurde er von dieser Aufgabe entbunden. Das Unternehmen She's Alive, das Dolly Parton gegründet hatte, um ihre geschäftlichen Angelegenheiten nach ihrem Tod zu schützen, erwirkte anschließend eine vorläufige einstweilige Verfügung gegen Seaver.
Gegenüber 'ABC News' wies er die Vorwürfe zurück. "Die einstweilige Verfügung ist haltlos und schlicht ein PR-Stunt", erklärte Seaver. Seine Entlassung bestätigte er allerdings. Seiner Darstellung zufolge habe es zuvor Verhandlungen über eine langfristige Zusammenarbeit gegeben. "Ich wurde entlassen", sagte er. Zuvor habe der Nachlass mit ihm und seiner Firma über eine dauerhafte Beauftragung verhandelt und dieser Vereinbarung zugestimmt. "Eine Woche später haben sie mich wegen dieser konstruierten 'Drohungen' entlassen."
Aus Gerichtsunterlagen, die 'PEOPLE' vorliegen, geht hingegen eine deutlich andere Darstellung hervor. Demnach soll Seaver bereits einige Wochen vor Partons Tod eine "Kampagne aus Drohungen, Einschüchterung und Zwang" begonnen haben. In Nachrichten habe er angeblich angekündigt, "die gesamte Marke zu zerstören". Außerdem soll er gegenüber Partons Unterhaltungsanwalt gesagt haben: "Ich bin kein Unterhaltungsmensch. Ich bin ein Killer."
Seaver bestreitet diese Anschuldigungen. Seine Äußerungen seien aus dem Zusammenhang gerissen worden. "Dolly nannte mich ihren Killer. Das war ein Witz, den wir in ihrem Umfeld gemacht haben", erklärte er. Er sei für Parton ihr "Baby-Boy-Ninja" gewesen. Danny Nozell habe die Nachricht aus dem Kontext gerissen und daraus fälschlicherweise eine Drohung gegen ihn gemacht. In den Unterlagen wird zugleich betont, dass Parton ihre Familie sehr geliebt und sich dafür eingesetzt habe, Verwandte zu beschäftigen, sofern diese zu ihren geschäftlichen Anforderungen passten. Seaver soll jedoch vor und nach ihrem Tod gedroht haben, den Ruf und die wirtschaftliche Existenz von Personen zu schädigen, die mit dem Schutz ihres Vermächtnisses betraut waren. Unter anderem soll er mit einem Podcast gedroht haben, der Markenkooperationen beschädigen sollte, falls er nicht bezahlt werde. Ihm werden außerdem "Drohungen mit tatsächlicher körperlicher Gewalt" gegenüber Mitarbeitern vorgeworfen. Seaver weist auch das zurück: "Ich habe niemals jemanden bedroht. Das sind meine Freunde, meine Brüder und meine Kollegen."
Nach seiner Entlassung hatte Seaver bereits gemeinsam mit seinem Team gegenüber 'TMZ' erklärt, man sei über die "unerwarteten und bislang ungeklärten Maßnahmen" nach Partons Tod bestürzt. Zugleich betonte das Team, man werde weiterhin an dem festhalten, was man als Partons letzten Auftrag zum Schutz ihrer Familie verstehe.