Emily Ratajkowski

JOHN NACION/startraksphoto.com/Cover Images

Emily Ratajkowski: "Ich fühlte mich mundtot"

Es hat lange gedauert, aber Model Emily Ratajkowski (31) denkt, dass ihre Meinung wichtig ist und dass sie Dinge auch beeinflussen kann. Es war ein langer Weg dahin.

Buch brachte die Wende

Die Amerikanerin veröffentlichte im vergangenen Jahr ihr Buch 'My Body: Was es heißt, eine Frau zu sein'. Darin berichtete sie auch, wie sie in den Anfängen ihrer Modelkarriere behandelt und benutzt wurde. Diese Offenheit hat ihr geholfen, sich auch zu anderen Themen zu äußern. Das macht sie nun mit ihrem Podcast 'High Low with EmRata'. "Es gab einen Moment, nachdem ich das Buch veröffentlicht hatte, in dem ich dachte: 'Ich werde eine von diesen Leuten sein, die einfach nie etwas öffentlich sagen', aber das hat mich nicht glücklich gemacht", erzählte der Star im Gespräch mit 'Elle'. "Ich fühlte mich mundtot und irgendwie tot. Jetzt lehne ich mich weit aus dem Fenster, und das fühlt sich gut an. Es ist, als hätte ich mein Leben lang auf diesen Moment hingearbeitet."

Emily Ratajkowski verteidigt Amber Heard und Olivia Wilde

Das bedeutet auch, dass sie genau hinschaut, wie Frauen in der Öffentlichkeit behandelt werden: Das wird gerade am Beispiel von Amber Heard deutlich, die während des Prozesses gegen Johnny Depp viel abbekommen hat, genauso wie Olivia Wilde, die im Vorfeld der Veröffentlichung ihres Films 'Don't Worry Darling' im Kreuzfeuer der Kritik stand. In beiden Fällen wird klar, wie unterschiedlich die Wahrnehmung sei. "Es gibt ein wunderbares Zitat von Gloria Steinem, in dem es etwa heißt: 'Wenn eine Frau versucht, facettenreich zu sein, wird die Welt auf sie einschlagen. Und das wird der Moment sein, in dem sie ihre Schwestern am meisten braucht.' Ich habe das Zitat abgeschrieben und ich betrachte die Popkultur durch diese Brille", offenbarte die Darstellerin. "Wie man im letzten Jahr Amber Heard und Olivia Wilde umging, wie wahnsinnig es war, sie in diese Schublade zu stecken, als ob sie Monster oder Hexen wären… Es gibt da Nuancen, aber wenn man sieht, wie die ganze Welt auf Frauen reagiert, ist es wirklich schwer, nicht auf die extreme Seite zu gehen. Ich will sie wirklich beschützen." Und das versucht Emily Ratajkowski nun – mit ihrem Podcast und fast 30 Millionen Followern auf Instagram stehen ihr zwei gute Plattformen zur Verfügung.

Bild: JOHN NACION/startraksphoto.com/Cover Images