Eric Dane enthüllt in Autobiografie seinen Kampf mit Drogensucht

Eric Dane spricht in seinen posthum erscheinenden Memoiren offen über seine Drogensucht. Der "Grey's Anatomy"-Star schildert eine dunkle Phase, in der Drogen seinen Alltag bestimmten.

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Eric Danes posthume Autobiografie "Die angezählten Tage: Eine Autobiografie in Momentaufnahmen" erscheint in Deutschland am …
Eric Danes posthume Autobiografie "Die angezählten Tage: Eine Autobiografie in Momentaufnahmen" erscheint in Deutschland am 5. November. Foto: imago/Depositphotos / Copyright:xJean_Nelsonx

Eric Dane (1872-2026) gewährte vor seinem Tod einen schonungslosen Einblick in seine Vergangenheit. In seinen posthum erscheinenden Memoiren "My Book of Days: A Memoir in Moments" (deutscher Titel: "Die angezählten Tage: Eine Autobiografie in Momentaufnahmen") beschreibt der Schauspieler, der als Dr. Mark Sloan in "Grey's Anatomy" bekannt wurde, seine Drogensucht und die Zeit, in der Rauschmittel sein Leben bestimmten.

Eric Dane listet in Buch Drogen aus "dunklen Tagen" auf

"Ich habe für ein paar Rollen vorgesprochen, wurde für einige engagiert, aber hauptsächlich habe ich Drogen genommen", schreibt der "Euphoria"-Darsteller in einem Auszug, aus dem unter anderem das US-Magazin "People" vorab zitiert.

Dane bezeichnet diese Phase als "dunkle Tage". Er habe sich berauscht, Drogen gespritzt und Substanzen geraucht. Die Liste der Mittel, die er ausprobiert habe, sei lang gewesen. Dazu zählten Alkohol, Cannabis, LSD, Heroin, Kokain, halluzinogene Pilze, Meskalin, Crystal Meth und Crack. Auch Schmerzmittel wie Vicodin, Percocet und OxyContin sowie Beruhigungsmittel wie Xanax und Valium habe er genommen. Hinzu seien Muskelrelaxanzien und Aufputschmittel wie Adderall und Ritalin gekommen.

"Ich glaube nicht, dass es eine Droge gibt, die ich nicht probiert habe", fasst Dane seine damaligen Erfahrungen laut dem Vorbericht zusammen.

Rückfall während "Grey's Anatomy"

Auch während seiner Zeit bei "Grey's Anatomy" kämpfte Dane demnach mit seiner Abhängigkeit. Nachdem er sich beim Training eine Bandscheibe im Nacken verletzt hatte, griff er 2008 erneut zu Schmerzmitteln. Sein körperlicher Zustand verschlechterte sich, wie er in seinen Memoiren schildert. Er habe stark abgenommen, sein Gesicht sei eingefallen und sein Verhalten am Set habe sich verändert.

Dane beschreibt, dass er sich zunehmend zurückzog und versuchte, seine Probleme vor seinem Umfeld zu verbergen. Zugleich habe er bemerkt, dass seine Kollegen besorgt gewesen seien. Während seiner Zeit bei der Erfolgsserie begab er sich insgesamt fünfmal in Behandlung.

Sein Ausstieg aus "Grey's Anatomy" im Jahr 2012 stand nach seiner eigenen Einschätzung auch im Zusammenhang mit seiner Sucht. Ausschlaggebend seien letztlich jedoch finanzielle Gründe gewesen, schrieb er in seinen Memoiren. Er sei für die Produktion zu teuer geworden.

So erfuhr Eric Dane von seiner ALS-Erkrankung

Eric Dane starb am 19. Februar im Alter von 53 Jahren an den Folgen der neurodegenerativen Erkrankung ALS. Seine Diagnose hatte er im April 2025 öffentlich gemacht. In den letzten Monaten seines Lebens sprach er offen über die Krankheit und darüber, wie sehr sie seinen Alltag veränderte.

Die ersten Anzeichen der Erkrankung bemerkte Dane nach eigener Schilderung am 7. Januar 2024. Beim Sushi-Essen mit seinen beiden Töchtern konnte er plötzlich die Stäbchen nicht mehr richtig mit der rechten Hand halten. Seine Finger kribbelten und fühlten sich taub an.

Als sich die Beschwerden wenige Wochen später verschlimmerten, begann eine monatelange Suche nach der Ursache. Nach neun Monaten erhielt er schließlich die Diagnose ALS. Als erstes rief er seine von ihm getrennt lebende Ehefrau Rebecca Gayheart (55) an. "Es ist das, was wir befürchtet haben", sagte er ihr demnach am Telefon. Danach habe er kaum noch Worte für das gehabt, was folgte. Gayheart brach in Tränen aus, auch Dane konnte seine Gefühle nicht mehr zurückhalten. "Ich bin da, wir kämpfen gemeinsam, ich gehe nicht weg", versicherte sie ihm. Trotz ihrer Trennung blieb sie in der Zeit seiner Erkrankung eine wichtige Stütze für ihn.

In "Die angezählten Tage: Eine Autobiografie in Momentaufnahmen" blickt Dane auf seine Karriere, seine Sucht und seine Familie zurück. Das Buch erscheint in Deutschland am 5. November und wurde noch zu seinen Lebzeiten verfasst.

(ncz/spot)