Das fällt ihm nicht leicht: Schlagerstar Jürgen Drews (77) schafft es momentan nicht, auf der Bühne zu stehen und sagte deshalb all seine Auftritte ab. Die Gesundheit geht eindeutig vor.

Schleichender Prozess

Im vergangenen Jahr hatte der Star seinen Fans offenbart, dass er unter der Nervenkrankheit Polyneuropathie leiden würde. Die Krankheit sorgt dafür, dass er seinen Körper nicht mehr so unter Kontrolle hat wie gewohnt und das hatte das vormals Energiebündel kürzlich bei der großen XXL-Schlagertour mit Florian Silbereisen zu spüren bekommen. "Leider musste ich aber (nach der vorherigen langen Bühnenabstinenz durch Corona), während dieser Zeit feststellen, dass mich die Begleiterscheinungen des Älterwerdens immer schneller einholen und der schleichende Prozess meiner Polyneuropathie leider nicht völlig aufzuhalten sind", schrieb der "König von Mallorca" in einem langen Post auf Instagram. Er musste feststellen: "Ich bin nicht mehr so belastbar, wie ich es früher war und wie man es von mir gewohnt ist." Das hat nun Konsequenzen und er sagt alle Termine bis Anfang Juli ab.

Jürgen Drews muss lernen, mit seinen Grenzen umzugehen

Für jemanden, der früher drei Auftritte an einem Tag absolvierte und auf der Bühne volles Programm gab, ist dies ein schwerer Schlag. Nun ist Jürgen Drews auch kein junger Hüpfer mehr, aber es war ja gerade sein Markenzeichen, dass er immer noch voller Elan seine Auftritte absolvieren und seine Fans mitreißen konnte. Dass er das nicht mehr kann, ist bitter. "Auch für mich sind diese körperlichen Grenzen, die ich erfahren musste, völlig neu und ich muss lernen, damit umzugehen", gab der Star auf Instagram preis. Schon als sein Auftritt bei der 'XXL-Tour' wegen einer Corona-Erkrankung auf der Kippe stand, hatte ihn das sehr mitgenommen. "Ich habe geheult wie ein Schlosshund", berichtete der Künstler damals der 'Bild'. "Ich hatte mich ja so auf die Tour gefreut und hätte es nicht ertragen, Auftritte absagen zu müssen." Nun muss Jürgen Drews Auftritte absagen und man wünscht ihm die nötige Unterstützung, um damit seelisch fertig zu werden.

Bild: Sebastian Willnow/picture-alliance/Cover Images