Ethan Hawke: Kein Interesse an Künstlicher Intelligenz

Ethan Hawke – Blue Moon – Headline Gala – The 69th BFI London Film Festival – Getty
Ethan Hawke hat kürzlich geäußert, dass die Idee von Künstlicher Intelligenz in Filmen in ihm den Wunsch weckt, wieder mehr Theaterluft zu schnuppern. Der Darsteller aus ‚Blue Moon‘ gibt zu, dass er nicht alle Feinheiten der Technologie versteht, dennoch glaubt er, dass wahre Zukunft in echten Live-Events mit menschlicher Interaktion liegt. Im Interview mit ‚The Hollywood Reporter‘ sagte er: „Wenn die Leute anfangen, über KI zu reden, möchte ich einfach nur zurück ins Theater. Ich denke dann: ‚Ich verstehe nicht ganz, worum es geht, das übersteigt einfach meine Fähigkeiten.'“
Theater als Zuflucht und Zukunft
Hawke erläuterte, warum ihm das Theater so sehr am Herzen liegt: „Im Theater ist jeder gezwungen, das Handy beiseite zu legen, tief durchzuatmen und ruhig zu sitzen. Es fühlt sich an, als würde man aufs Land zurückkehren. Das hat für mich fast einen luddistischen Charme.“ Zudem hob Ethan hervor, wie Taylor Swifts ‚Eras‘-Tour jungen Menschen die Bedeutung von Live-Events näherbringt. „Das ist wirklich cool. Diese Begeisterung für Live-Erlebnisse zeigt, dass die Zukunft auf eine seltsame Weise genau hier liegt“, bemerkte er.
Auch wenn es für Filmstars derzeit angesagt ist, große Rollen am Broadway oder im West End zu übernehmen, bewertet Ethan diese Entwicklung positiv. Der 55-Jährige wünscht sich, dass dadurch mehr junge Menschen den Weg ins Theater finden. „Ich erinnere mich an einen Abend, als ich Patrick Stewart und Ian McKellen in ‚Godot‘ in London sah. Das Publikum bestand zu 90 Prozent aus Menschen unter 30, die wegen Gandalf und Captain Picard kamen, aber die Aufführung war großartig“, berichtete er. Sie verließen das Theater inspiriert durch Beckett und eine erstklassige Inszenierung. Auch wenn sie aus dem falschen Grund kamen, war das Ergebnis doch beflügelnd.“





