Friederike Becht: Man kann den Zuschauer*innen mehr zutrauen

Friederike Becht

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Man muss nicht nur unterhalten, man kann auch aufklären: Friederike Becht (36) beweist dies in ihrer Rolle der Maya Wiechmann, einer Frau, die in ihrer Kindheit schwer missbraucht wurde und deshalb eine dissoziative Identitätsstörung hat.

Nur so kann man es aushalten

Die Schauspielerin wirbt nun in Interviews für Verständnis für Menschen mit dieser psychischen Krankheit. "Die Betroffenen haben in ihrer Kindheit etwas furchtbar Traumatisches erlebt und verarbeiten das durch Persönlichkeitsspaltung – spalten Erinnerungen an die Misshandlungen ab, um die Qual aushalten zu können", erklärte die Darstellerin gegenüber 't-online.de' die Krankheit, die im neuen 'Spreewaldkrimi' thematisiert wird. Nun ist das zwar ein schweres Thema, aber die zweifache Mutter glaubt, dass man sich im Fernsehen schon mehr trauen sollte. "Wir müssen den Zuschauer*innen die Realität zutrauen." Denn nur so schafft man Aufklärung. "Wenn Kindesmissbrauch weiter ein gesellschaftliches Tabuthema bleibt oder sogar abgestritten wird, macht das die Täter stark."

Friederike Becht möchte Normalität im Umgang mit psychischen Krankheiten

So ein 'Spreewaldkrimi', der normalerweise eine gute Quote verspricht, ist also schon ein guter Anfang, die Menschen für ein schwierigeres Thema zu sensibilisieren. Und es geht Friederike Becht auch darum, den Umgang mit psychischen Krankheiten zu normalisieren. Warum diese Scheu vor entsprechenden Kliniken? "Es ist interessant, dass eine Einrichtung für Psychisch-Erkrankte oft anders wahrgenommen wird, als ein Krankenhaus für Körperliche-Gebrechen", erzählte die Darstellerin 'quotenmeter.de'. "Wo ist der Unterschied?… Es geht doch am Ende nur um das Wohl eines Menschen." Für die Wahl-Bochumerin sind jedenfalls entsprechende Themen im Fernsehen eine gute Sache und Friederike Becht hofft, dass sie mit ihrer Rolle ein wenig zum Verständnis beitragen kann.

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