Schauspieler Hardy Krüger Jr. (53) hätte Grund, einen Groll gegen seinen verstorbenen Vater Hardy Krüger († 93) zu hegen, weil dieser seit Jahren nicht mehr mit seinen Kindern gesprochen und sie auch nicht in seinem Testament bedacht hat. Aber er bleibt gelassen.

Nicht schuld

Wie es aussieht, hat der Darsteller seinen Frieden damit gemacht, dass sich sein Erzeuger von seiner Familie abgewandt hat und nur noch für seine Frau Anita gelebt hat. Dies seien seine Prioritäten gewesen, die sein Sohn akzeptiert hat. "Allerdings bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es weniger an mir lag, sondern einfach seine Entscheidung war, sich zurückzuziehen", erklärte der Frauenschwarm gegenüber 'Bild'. "Die Kinder glauben immer, dass sie schuld sind." Für den Hollywoodstar war es sein Beruf und dieser sei für ihn mit Kindern nicht vereinbar gewesen. Eine Ansicht, die man nicht teilen muss, aber akzeptieren kann.

Hardy Krüger Jr. hofft, das Grab seines Vaters zu sehen

Eine ähnliche Toleranz lässt Hardy Krüger Jr. auch gegenüber der Witwe der verstorbenen Filmlegende zu, die bislang noch nicht den Platz des Grabes ihres Mannes verraten hätte. "Es ist sicher nur eine Frage der Zeit, bis Anita uns sagt, wo mein Vater seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Dann werde ich die Gelegenheit haben, mich zu verabschieden", hofft der Serienstar, der schon bei der Nachricht vom Tod Hardy Krügers rührende Worte für den Verstorbenen gefunden hatte. "Wieder so ein Moment! Du hältst den Atem an, die Welt bleibt stehen und dir wird wieder einmal bewusst – dass alles einmal geht irgendwann. Was bleibt ist Liebe, Respekt und meinen tiefsten Wunsch, dass nun dein Weg ein friedlicher und glücklicher sein wird." Sein Papa wäre derjenige gewesen, der ihn am meisten geprägt habe. Man kann Hardy Krüger Jr. nur Respekt zollen, wie er ohne Bitterkeit auf diese Situation reagiert hat.

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