Viele hatten bis zum Moment der Urteilsverkündung noch gehofft, nicht zuletzt Boris Becker (54) selbst, doch Oliver Pocher (44) war von Anfang an klar: Der dreifache Wimbledonsieger würde ins Gefängnis wandern. Die besten Freunde sind die beiden bekanntlich ohnehin nicht, schließlich blicken der Comedian und der Sportler auf mehr als zehn Jahre öffentliche Schlammschlacht zurück. Letzterer wurde wegen Insolvenzvergehen zu 2,5 Jahren ohne Bewährung verurteilt.

Oliver Pocher sah das Urteil kommen

Doch dass alle noch der Meinung waren, Boris käme mit einem blauen Auge davon, kann Oliver nicht verstehen. "Mich hat das gewundert, dass da am Freitag…Presse vor Ort, selbst Lilly…davon überzeugt waren, dass der nicht verurteilt wird. Ich hab das genau umgekehrt gesehen", erzählte der Moderator im Gespräch mit RTL. Er habe die Urteilssprüche der Richterin Deborah Taylor gesehen und verfolgt und sich den Prozessverlauf angesehen. "Es gab für mich gar keine Chance, dass der nicht ins Gefängnis kommt." Seine nüchterne Analyse: Es hätte schlimmer kommen können, schließlich wäre die Höchststrafe sieben Jahre gewesen. Nach gut einem Jahr könne Boris schließlich schon wieder auf freiem Fuß sein.

Boris Becker am absoluten Tiefpunkt

"Jetzt aktuell ist er am absoluten Tiefpunkt", weiß Oliver Pocher. Auch wenn die beiden wie schon erwähnt nicht gerade ein freundschaftliches Verhältnis pflegen — so hatte Boris ihn einst verklagt, weil der Moderator ihn der Insolvenzverschleppung beschuldigt hatte — kann sich Oliver nicht am Schicksal des einstigen Spitzensportlers freuen, wie er in seiner Instagram Story betonte: "Da gibt es keinerlei Genugtuung. Man sagt nicht: Super, jetzt hat er das, was er verdient hat." Dennoch glaubt er nicht, dass die Haftstrafe ungerecht ist… Auf der anderen Seite ist das nichts, das ungewöhnlich ist. So sind nun einmal die Gesetze. Das war eigentlich nach den Punkten relativ deutlich zu sehen, worauf es wohl hinauslaufen wird." Ihm täten jedoch ganz besonders die Kids von Boris Becker leid. "Ich kann da schon mit den ganzen Kindern, vor allem mit dem Kleinsten, mitfühlen, weil das einfach eine total unangenehme Situation ist", so Oliver Pocher.

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