Harvey Weinstein muss sich erneut in New York vor Gericht verantworten

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Heute, am 15. April, steht Harvey Weinstein (73) erneut vor dem New Yorker Gericht, wo er bereits im März 2020 zu 23 Jahren Gefängnis wegen sexueller Nötigung von zwei Frauen verurteilt wurde. Ein Team von Anwälten hat es geschafft, gegen dieses Urteil Berufung einzulegen, was die heutigen Verhandlungen einläutet.
Der Prozess nimmt Fahrt auf
Das Wiederaufnahmeverfahren beginnt mit der Auswahl der Geschworenen, die voraussichtlich vier bis fünf Tage in Anspruch nehmen wird. Die Eröffnungsplädoyers sind für die Woche vom 21. April angesetzt, und der eigentliche Prozess streckt sich schätzungsweise über vier bis sechs Wochen. Harvey Weinstein sieht sich in drei Fällen konfrontiert: zwei Mal wegen sexueller Nötigung ersten Grades und einmal wegen Vergewaltigung dritten Grades. Interessanterweise sind zwei der betroffenen Frauen bereits Anklägerinnen in Weinsteins erstem Prozess, während es bei einem Anklagepunkt um eine bislang unbekannte Frau geht, die nicht zu diesem früheren Verfahren ausgesagt hatte.
Die Anwälte von Harvey Weinstein zeigen sich optimistisch. „Harvey freut sich auf ein zügiges und gerechtes Verfahren, das diesen langen Kreislauf von Rechtsstreitigkeiten und mediengetriebenen Geschichten endlich abschließt“, erklärte ein Vertreter gegenüber ‚Vulture‘. Sie sind überzeugt, dass die Beweise und Aussagen der Kläger seine Unschuld belegen werden. Doch selbst wenn Weinstein freigesprochen werden sollte, bedeutet das nicht, dass er sofort aus dem Gefängnis kommt, denn er hat in Los Angeles bereits eine separate Verurteilung wegen Vergewaltigung erhalten und muss dort noch 16 Jahre absolvieren, nachdem er die 23 Jahre in New York verbüßt hat.
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