Herzogin Meghan würdigt verstorbene Gloria Steinem als 'Freundin und Mentorin'
Die US-Feministin starb im Alter von 92 Jahren in ihrem Zuhause in New York. Herzogin Meghan zollt der Ikone Tribut.
Herzogin Meghan hat der verstorbenen Gloria Steinem Tribut gezollt.
Die US-Feministin starb am Mittwoch (2. September) im Alter von 92 Jahren friedlich in ihrem Zuhause in New York. Die ehemalige 'Suits'-Darstellerin gehört zu den zahlreichen Weggefährten, die Steinems Vermächtnis und ihren Einfluss auf Frauen und Menschen weltweit gewürdigt haben. Meghan schrieb auf Instagram: "Ich feiere das Leben und Vermächtnis meiner Freundin und Mentorin Gloria Steinem und bin zugleich dankbar zu wissen, dass sie in diesen letzten Wochen und Tagen genau wusste, wie geliebt und bewundert sie wurde."
Steinem habe mit ihrem Einsatz die Welt für Frauen und andere Menschen geprägt. "Wir sind miteinander verbunden, nicht hierarchisch eingeordnet", habe sie Meghan gesagt. Diesen Satz trage die Frau von Prinz Harry bis heute mit Stolz auf einem Armband, das Steinem ihr schenkte. "In der Öffentlichkeit führten wir gemeinsam Interviews, riefen junge Wählerinnen und Wähler an, um sie dazu zu ermutigen, ihre Stimme zu erheben, besuchten Preisverleihungen und überlegten gemeinsam, wie wir dazu beitragen können, diese wunderschöne, aber komplizierte Welt gerechter zu machen", schilderte Meghan.
Privat sei Steinem noch beeindruckender gewesen: Sie habe Thanksgiving mit Meghans Familie verbracht und sie mit einer ihrer besten Freundinnen bekannt gemacht. Außerdem habe sie Meghans Kinder Archie und Lilibet "von ganzem Herzen" geliebt. Die 45-Jährige schätze den Rat, den sie von Steinem in schwierigen Zeiten bei einer Tasse Tee erhalten habe.
Auch die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton zeigte sich "zutiefst erschüttert" über die Nachricht. "Ich denke, das geht allen so, die sie nicht nur kannten, sondern ihr auch folgten und von ihr inspiriert und herausgefordert wurden", sagte sie in der Sendung 'CBS Mornings'. "Gloria war im Herzen eine Optimistin. Ihr Aktivismus war von Optimismus geprägt, und das ist eine moralische Entscheidung. Und sie traf diese Entscheidung jeden Tag."
Steinems Tod wurde auf Instagram bekannt gegeben. In der Mitteilung hieß es, sie habe bis zuletzt für Gleichberechtigung gearbeitet und Menschen durch ihre Worte, Taten und ihr Beispiel ermutigt, sie selbst zu sein. Steinem wurde in Ohio geboren und begann als freie Journalistin in New York. 1963 wurde sie bekannt, nachdem sie sich für eine Reportage des 'Show'-Magazins als Playboy-Bunny ausgab. Später berichtete sie für das 'New York'-Magazin über Politik und gesellschaftliche Themen.
1969 sprach sie bei einer Informationsveranstaltung über ihre eigene Abtreibung im Alter von 22 Jahren. Damit wurde Steinem zu einer prägenden Stimme der Frauenbewegung und des Feminismus der zweiten Welle. 1971 gründete sie gemeinsam mit Brenda Feigen und Dorothy Pitman-Hughes die Women's Action Alliance. Ein Jahr später half sie bei der Gründung des 'Ms.'-Magazins. Zudem setzte sie sich für das Equal Rights Amendment ein, der Geschlechterdiskriminierung verbieten sollte. 2013 verlieh ihr US-Präsident Barack Obama die Presidential Medal of Freedom, die höchste zivile Auszeichnung der USA.