Jack White kritisiert Taylor Swifts Songwriting-Stil

Jack White - Glastonbury 2022 - Avalon

Foto (c) Bang Showbiz // Jack White – Glastonbury 2022 – Avalon

Jack White sagt, er habe kein Interesse daran, öffentliche Trennungen wie Taylor Swift in Chart-Hits zu verwandeln.

Der 50-jährige Rockmusiker gab zu, dass er diesen Stil des Songwritings „ein bisschen langweilig“ finde. Auf die Frage des ‚Guardian‘, ob er viel aus persönlichen Erfahrungen schreibe, antwortete der ehemalige Frontmann von The White Stripes: „Nicht besonders viel.“ Anschließend erklärte er, warum er den bekenntnishaften Stil vermeidet, der im Mainstream-Pop derzeit sehr verbreitet ist. Jack sagte: „Jetzt ist es sehr populär geworden – auf die Taylor-Swift-Art, dass Popsänger über all ihre öffentlich ausgetragenen Trennungen schreiben. Das finde ich überhaupt nicht interessant. Für mich ist es ein bisschen langweilig, über mich selbst zu schreiben.“

Der ‚Seven Nation Army‘-Hitmacher sagte, er bevorzuge es, schwierige oder emotionale Erfahrungen in fiktive Figuren einfließen zu lassen, statt sie direkt darzustellen. Er erklärte: „Wenn es etwas wirklich Schmerzhaftes ist, werde ich dieses wichtige, schmerzhafte Erlebnis nicht einfach da draußen präsentieren, damit irgendein Idiot im Internet darauf herumtrampeln kann. Also packe ich einen Teil davon in das, was ich mache, und verwandle es in den Charakter von jemand anderem. Ich kann über mich selbst eigentlich erst etwas lernen, wenn ich es in die Schuhe einer anderen Figur stecke.“ Der Musiker ging auch darauf ein, warum er trotz seiner deutlichen Kritik an Persönlichkeiten wie dem US-Präsidenten Donald Trump nie offen politische Songs geschrieben hat. Er sagte: „Ich glaube, viele Menschen in den Zeiten der Protestbewegungen waren hin- und hergerissen: Man will ein Statement setzen, aber derjenige, der spricht, kann schnell zerrissen werden. Die Suche nach Heuchelei wird sehr intensiv, sobald jemand ans Rednerpult tritt und jemand anderen verurteilt.“

Jack fügte hinzu, dass er zwar in Interviews offen über Politik sprechen könne, diesen direkten Ansatz aber nicht in seiner Musik wählen würde. Er erklärte: „Wenn es um den Präsidenten geht, weiß ich viel darüber, deshalb fühle ich mich wohl dabei, es auszusprechen. Aber wenn ich es in eine künstlerische Form bringen würde, glaube ich nicht, dass ich diese Dinge direkt sagen würde. Ich würde keine Namen nennen. Ich würde eine Figur erfinden.“

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