James Cameron sieht ‚Avatar 2‘-Oscar-Aus in KI-Protesten begründet

James Cameron – Avatar: The Way Of Water photo call at the Corinthia 2022 – Avalon
James Cameron, bekannt für seine epischen Filmabenteuer, hat kürzlich die enttäuschende Oscar-Bilanz von ‚Avatar: The Way of Water‘ auf eine „Anti-KI-Gegenreaktion“ geschoben. Der Kultklassiker ‚Avatar‘ von 2009 war ein großer Anwärter bei den Academy Awards, nominiert in neun Kategorien, darunter auch prestigeträchtige Titel wie bester Film und beste Regie. Am Ende räumte er drei Oscars ab – für Produktionsdesign, Kameraarbeit und visuelle Effekte. Die langersehnte Fortsetzung von 2022 hingegen konnte nur einen Oscar für visuelle Effekte gewinnen und erhielt keine Nominierungen in den Top-Kategorien.
Regisseur Cameron über die KI-Kontroverse
In einem Interview für den ‚Awards Chatter‘-Podcast von ‚The Hollywood Reporter‘ äußerte sich Cameron zur Oscar-Situation 2023. Er erklärte, dass ein Missverständnis über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz möglicherweise die Academy-Mitglieder beeinflusst haben könnte. „Wir wissen nie genau, wie knapp wir beim ersten Film verloren haben könnten, aber wir waren im Rennen. Bei ‚Avatar 2‘ war das anders“, so Cameron. Er hält den zweiten Teil für einen der schönsten Filme, die er je gemacht hat, auch wenn er bei den Oscars nicht im Mittelpunkt stand.
Der 71-Jährige zeigte sich enttäuscht von den eingeschränkten Nominierungen und glaubt, dass eine generelle Angst vor KI-Technologien die Wahrnehmung des Films getrübt habe. „Viele in unserer Branche verstehen nicht, wie meine Filme produziert werden. Manche denken, sie wären komplett am Computer entstanden“, erklärte er, während er betonte, dass während der Produktion von ‚Avatar: The Way of Water‘ keine generative KI genutzt wurde. „Wir haben kein einziges Bild mit KI erstellt. Trotzdem wurden wir von der Anti-KI-Stimmung getroffen, obwohl wir sie gar nicht verwenden!“, so Camerons Fazit zu den Oscar-Ergebnissen.





