Kein Kontrollfreak: Schauspieler Johnny Depp (58) sagte vor Gericht aus, dass er in keiner Weise seiner damaligen Frau Amber Heard (36) vorschrieb, welche Filme sie machen soll und welche nicht.

"Keine Filme!!!"

Der Amerikaner wird gerade in dem von ihm angestrengten Verleumdungsprozess gegen seine Ex-Frau befragt. Seiner Meinung hat sie mit einem Artikel, in der sie sich als Opfer häuslicher Gewalt beschrieb, seine Karriere zerstört. Seine Ex reichte eine Gegenklage ein und nun wird vor Gericht gestritten, wer wessen Karriereaus herbeiführte. Dem Hollywoodstar wurde ein SMS-Verlauf aus dem Jahr 2013 vorgelegt, in dem die Amerikanerin ihrem damaligen Freund erzählt hatte, dass sie sich zu einem Meeting in einem Café befinde. Daraufhin kam die wütende Antwort: "Keine f***ing Meetings!!! Keine Filme!!! Warum??? Warum weichst du von unserem Plan ab? Was ist das für ein Meeting? Sch***drauf, sag mir einfach, wann du nach Hause kommst?"

Johnny Depp wollte nur beraten

Amber Heards Anwalt Benjamin Rottenborn fragte Johnny Depp, nachdem der Jury diese SMS präsentiert wurde, ob er damals die Karriere seiner Ex-Frau kontrollieren wollte. Der Star verneinte und betonte, dass sie seinen Rat gesucht habe und er ihr helfen wollte. "Wir hatten eine Vereinbarung, dass wir etwas gemeinsam machen wollten. Das hier war nicht unbedingt eine wütende SMS. Es fragt doch nur 'Warum weichst du von unserem Plan ab?'", verteidigte sich der Star. "Es geht hier nicht darum, dass sie keine Filme machen soll. Warum hat sie dann 'Aquaman' gemacht? Sie wollte den Ketten des Hollywoodsystems entkommen, das Frauen leider nur als Objekte sieht. Sie fragte mich 'Wie kann ich es verhindern, dass ich als Stereotyp einer schönen blonden Frau ende, die ihre Brüste zeigt oder nackt sein muss?'"

Der Golden-Globe-Gewinner habe ihr dann geraten, was sie machen könne, aber ihr Ehrgeiz sei wohl zu groß gewesen, um diesem Rat am Ende zu folgen. Das Gericht hat bislang nur Johnny Depps Version der Ereignisse gehört, bald wird auch Amber Heard aussagen.

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