Jürgen Vogel spricht erstmals über den Tod von Kollegin Luna Jordan
Mit einer Videobotschaft wendet sich Jürgen Vogel an das Publikum von "Jenseits der Spree". Der Schauspieler spricht über den Verlust seiner Kollegin Luna Jordan und erklärt, warum er sich bisher nicht öffentlich geäußert hat.
Jürgen Vogel (58) hat sich erstmals öffentlich zum Tod von Luna Jordan (2000-2026) geäußert. In einem Video auf Facebook spricht der Schauspieler über den Verlust seiner Serientochter aus der ZDF-Krimireihe "Jenseits der Spree". Die junge Schauspielerin war im Mai im Alter von nur 25 Jahren überraschend gestorben.
Dass er bislang geschwiegen habe, habe damit zu tun, "dass ich vor allem finde, dass viele Dinge auch privat sind und etwas, was nicht so einfach ist, darüber zu sprechen", erklärt Vogel. "Ich wollte aber auch nicht, dass der Eindruck entsteht, dass wir das alles so aus unserem Herzen und unserem Leben streichen. Das ist auf keinen Fall der Grund." Jeder habe eine bestimmte Art zu trauern.
Mehrjährige Zusammenarbeit
Vogel betont, dass er nicht nur für sich selbst spreche. "Ich möchte nur sagen, und da glaube ich spreche ich für alle, die mit Luna zusammengearbeitet haben, dass wir natürlich alle Luna ganz doll vermissen. Von Herzen." Man müsse damit leben, dass es so sei, wie es ist.
Der Tod seiner Kollegin sei "ein riesen Einschnitt für uns als Mensch, vor allem weil wir ja nun mal sechs Jahre mit Luna verbringen durften und wir sie einfach sehr, sehr vermissen". Seit dem Serienstart 2021 spielte Jordan in "Jenseits der Spree" Stella, die Tochter von Vogels Figur Robert Heffler.
Widmung zum Staffelstart
Vogels Botschaft fällt mit dem Start der neuen Staffel zusammen. Die Auftaktfolge "Kontrollverlust", die das ZDF am vergangenen Freitag zeigte, beginnt mit einer Texttafel: "In liebevoller Erinnerung an Luna Jordan." Darin ist die Schauspielerin ein letztes Mal als Stella zu sehen.
Ihre Figur verlässt die Serie behutsam. Stella bricht zu einer großen Reise nach Südamerika auf. Der Sender beschreibt die Szene als "leisen Abschied, der Mut macht". Acht neue Folgen zeigt das ZDF nun jeweils freitags um 20:15 Uhr.
Posthum auch in "Wake Up" zu sehen
Jordans Berliner Agentur Players hatte im Mai unter Berufung auf die Familie mitgeteilt, die Schauspielerin sei am 13. Mai "plötzlich und unerwartet" gestorben. Zur Todesursache äußerte sich die Familie nicht. Bekannt war Jordan unter anderem aus dem "Polizeiruf 110", der Serie "Euphorie" und dem Drama "Fuchs im Bau", für das sie 2022 den Österreichischen Filmpreis erhielt. Für die Beatles-Serie "Hamburg Days" war sie als Fotografin Astrid Kirchherr vorgesehen. Die Rolle übernimmt nun Lea Drinda.
Ab Freitag, 23. Oktober, ist Jordan noch einmal in einer ZDF-Produktion zu erleben. Die sechsteilige Serie "Wake Up" steht dann ab 10 Uhr in der Mediathek bereit. Sie spielt darin Emilia, eine junge Frau, die während einer Angsttherapie eine ungewöhnliche Erfahrung macht. ZDFneo strahlt die Serie ab dem 28. Oktober um 21:45 Uhr aus.
(jom/spot)