Karl Lagerfeld (†85) war nicht nur ein begabter Designer sondern auch begeisterter Sammler. Ein besonders bunter Teil seines Nachlasses soll in wenigen Tagen in Köln versteigert werden — dabei handelt es sich bereits um die dritte Auktion der Hinterlassenschaften des deutschen Modezaren, der 2019 gestorben war.

iPods, soweit das Auge reicht

Das Interesse wird wohl auch mehr als drei Jahre nach seinem Tod noch groß sein, wenn Kleidungsstücke wie Morgenmäntel, Schuhe und Handschuhe sowie Möbel aus seinem letzten Wohnsitz am 4. und 5. Mai Mai unter den Hammer kommen. Auch ein Porträt mit seiner Katze Choupette ist dabei. Ganz besonders spektakulär: Die bunte Sammlung von iPods, die der gebürtige Hamburger im Laufe der Jahre zusammengetragen hat. Insgesamt 600 der einst so angesagten MP3-Player in ihren verschiedenen Ausführungen nannte Karl Lagerfeld sein eigen. Pierre Mothes, der Vizepräsident des Auktionshauses Sotheby's in Frankreich wird von 'Bild' mit den Worten zitiert: "Er hat von sich gesagt, er sei der König der iPods, er sei verrückt nach ihnen." Mothes war persönlich mit dem Modezaren befreundet.

Karl Lagerfeld mochte es bunt

Es sind zwar keine 600 aber immerhin noch 310 Exemplare dieser Sammlung, die in der kommenden Woche bei Sotheby's in den Verkauf gehen. Angeblich enthält jeder der Player einen anderen Musikstill, bzw eine eigens zusammengestellte Playlist. Für die Auktion werden die guten Stücke in Sets von 50 oder 80 Exemplaren eingeteilt. Die darauf enthaltene Musik ist mit einem handgeschriebenen kleinen Zettel markiert. Es ist ungewiss, ob sich die Songs problemlos abspielen lassen, auf jeden Fall müssen die Geräte wohl neu geladen werden.

Wer jetzt neugierig geworden ist, aber nicht unbedingt mitbieten will, kann sich die Versteigerungsstücke noch bis Auktionsbeginn im Kölner Palais Oppenheim ansehen. Vielleicht fühlen sich die Besucher ja anschließend doch inspiriert, ein paar iPods von Karl Lagerfeld zu ersteigern.

Bild: SVEN SIMON/picture-alliance/Cover Images