Keanu Reeves: Warum er "die ganze Zeit" über den Tod nachdenkt
Keanu Reeves wird im September 60 Jahre alt – da kann man schon mal nachdenklich werden. Seine Überlegungen zur eigenen Sterblichkeit führten den 'Matrix'-Star zu seinem aktuellen Projekt.
Keanu Reeves schrieb einen Roman
Zusammen mit dem britischen Science-Fiction-Autor China Miéville hat er einen Roman mit dem Titel 'The Book of Elsewhere' (deutscher Titel: 'Das Buch Anderswo') geschrieben, in dem es – was auch sonst – um den Tod geht. Der Romanheld ist ein unsterblicher Krieger, der sich danach sehnt, sterben zu können. Der BBC sagte der Star: "Ich bin 59, darum denke ich die ganze Zeit an den Tod. Das sollte einen nicht lähmen, sondern hoffentlich hat es (uns) sensibilisiert, jeden Atemzug zu schätzen zu wissen und die Beziehungen, die wir potentiell haben könnten."
Kreativität und Schmerz gehören zusammen
Keanu Reeves hob die positiven Auswirkungen des kreativen Schreibens hervor und erklärte: "Vielleicht gibt die Vorstellungskraft, mit der man eine neue Welt schafft, irgendwie Trost. Letztendlich gibt es etwas am kreativen Prozess, das seinen Ursprung im Schmerz hat. Etwas zu kreieren ist toll. Einfach kreieren, teilen, und hoffentlich mögen es die Leute dann auch." Keanus Leben ist gezeichnet von tragischen Todesfällen: 1999 hatte seine damalige Freundin Jennifer Syme eine Fehlgeburt, das gemeinsame Kind kam tot zur Welt. Im April 2001 starb Jennifer bei einem Verkehrsunfall, nur wenige Tage nachdem sie sich mit ihm versöhnt hatte, nachdem die beiden sich 2000 vorübergehend getrennt hatten. Keanu Reeves weiß also, wovon er schreibt.
Bild: Roger Wong/INSTARimages