Alec Baldwin

Janet Mayer/Startraksphoto.com/Cover Images

Klage wegen fahrlässiger Tötung: Alec Baldwins Anwalt spricht von einem "schrecklichen Justizirrtum"

Es ist schon über ein Jahr her, dass am Set des Westerns 'Rust' ein tödlicher Schuss abgefeuert wurde. Dieser stammte aus einer Waffe, die zum Zeitpunkt des Unglücks von Alec Baldwin (64) gehalten wurde.

Wer trug die Verantwortung?

Wir erinnern uns: Der Schauspieler dachte, er würde mit Platzpatronen arbeiten, als er am 21. Oktober 2021 direkt auf die Kamerafrau Halyna Hutchins zielte. Die Mutter eines Sohnes starb später im Krankenhaus, zudem wurde der Regisseur Joel Souza von dem Projektil verletzt. Seitdem schwelt die Debatte über die Verantwortung für Waffen am Filmset. Der Regieassistent David Halls hat sich bereits schuldig bekannt, im Umgang mit einer Waffe fahrlässig gehandelt zu haben. Jetzt stehen der zuständigen Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed und Alec Baldwin als Todesschütze sowie als Gesamtverantwortlicher als Produzent Klagen wegen fahrlässiger Tötung ins Haus.

Alec Baldwin hat seinen Job nicht gemacht

Am Mittwoch verkündete die Staatsanwaltschaft von New Mexico, dass man Alec Baldwin und Hannah Gutierrez-Reed Ende Januar wegen fahrlässiger Tötung anklagen werde. Es lägen ausreichend Beweise vor, so Staatsanwältin Mary Carmack-Altwies. "Unter meiner Aufsicht steht niemand über dem Gesetz und jeder verdient Gerechtigkeit." Staatsanwältin Andrea Reeb fügte hinzu: "Wenn nur einer der drei — Alec Baldwin, Hannah Gutierrez-Reed oder David Halls — seinen Job vernünftig gemacht hätte, wäre Halyna Hutchins heute noch am Leben, so einfach ist das." Verhaftungen würden zu diesem Zeitpunkt keine vorgenommen.

Alecs Anwalt Luke Nikas sprach von einem "schrecklichen Justizirrtum." "Diese Entscheidung verzerrt Halyna Hutchins' schrecklichen Tod und ist ein schrecklicher Justizirrtum. Mr. Baldwin hatte keinen Grund anzunehmen, dass die Pistole scharfe Munition enthielt…Er hat sich auf die Profis verlassen, mit denen er arbeitete…Wir werden uns gegen die Vorwürfe zur Wehr setzen, und wir werden gewinnen." Carmack-Altwies sprach anschließend mit CNN und erklärte, dass Alec Baldwin keine der vorgeschriebenen Sicherheitsschritte befolgt habe. Dem Schauspieler drohen bis zu 18 Monate Haft und eine Geldstrafe.

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