Kommentar über Russland-Sanktionen: Dieter Bohlen distanziert sich nicht

Dieter Bohlen

Henning Kaiser/picture-alliance/Cover Images

Langsam muss es Dieter Bohlen (68) wohl dämmern, dass er mit seinen Kommentaren zu den Sanktionen gegen Russland danebenlag. Aber weder der sture Star noch sein Haussender RTL wollten sich von seinem Gejammer über Frieren und "Firlefanz", das das Leiden in der von Russland angegriffenen Ukraine außer Acht ließ, offiziell distanzieren. Jetzt regt sich auch die Politik.

Die SPD meldet sich zu Wort

Nach Wladimir Klitschko, der mit seinem Bruder Vitali für die Ukraine kämpft, schaltet sich jetzt auch Saskia Esken von der SPD in die Debatte ein: "Wie moralisch verkommen muss man sein, für einen billigen Applaus diesen entsetzlichen Krieg auszublenden, die Angst und das Leid und den Tod, die er verursacht?" twitterte Esken am Donnerstag (13. Oktober). "Und sich über das Frieren 'und all den Firlefanz' zu beklagen, das ihn als Superreichen doch ohnehin nicht trifft?" Und mindestens ebenso nachdenklich sollte Bohlen stimmen, dass die AfD begeistert ist von seinen "offenen Worten". "Ohne Sanktionen bräuchten die Bürger nicht zu frieren. Die Sanktionen treffen nicht Russland, sondern die eigenen Bürger. Danke für den Mut zur Wahrheit, Herr #Bohlen!" klopfte AfD-Chef Tino Chrupalla dem Star auf Twitter auf die Schulter.

Dieter Bohlen und RTL halten sich bedeckt

Recht vage mutet der Kommentar des Senders RTL an: "Das Sterben in der Ukraine kann niemandem egal sein. RTL Deutschland berichtet seit Februar ausführlich in zahlreichen, teils ganztägigen Sondersendungen bei RTL, n-TV und auf seinen digitalen Newsangeboten über den Krieg, um die Menschen hierzulande umfassend auf dem Laufenden zu halten." Kein Wort zu Bohlen – RTL distanziert sich nicht von den Sprüchen seines Superstars, der sich am Donnerstag ebenfalls zu Wort meldete und seine kritisierten Sprüche nicht zurücknahm: "Ich wünsche mir nichts mehr, als dass dieser Angriffskrieg endet, damit das Leiden in der Ukraine ein Ende hat und wir alle wieder in Frieden leben können. Ich bin absolut gegen Krieg. Ich möchte, dass die Lage deeskaliert", sagte Dieter Bohlen der Deutschen Presse Agentur, wobei der letzte Satz wohl auch für das mediale Feuer gilt, dem er derzeit ausgesetzt ist.

Bild: Henning Kaiser/picture-alliance/Cover Images

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