Marie Nasemann

Georg Wenzel/picture-alliance/Cover Images

Marie Nasemann: Die Schauspielerin lässt sich kein Mom Shaming gefallen

Marie Nasemann (33) ist eine gute Mutter, und die Schauspielerin ('Schon tausendmal berührt') lässt sich auch nicht von anderen einreden, dass das nicht so sei, nur weil sie gelegentlich auch mal über die Schattenseiten des Elterndaseins postet.

Warum muss immer alles schön sein?

Mütter müssen jederzeit damit rechnen, auf Social Media gnadenlos bewertet und auseinandergenommen zu werden. Das so genannte Mom Shaming ist eine der Schattenseiten des Internets, doch das muss nicht sein, glaubt Marie. Jetzt setzte sie sich in einem längeren Posting, bestehend aus mehreren Text-Tafeln, zur Wehr und schrieb dazu: "Vielleicht kennt ihr das auch, dass ihr das Gefühl habt, ihr dürft nicht frei Schnauze über echte Elternschaft reden?" Das Model fügte hinzu: "Wenn man etwas Negatives sagt, muss man gleichzeitig immer betonen, dass man aber sehr glücklich ist und sehr dankbar und froh. Und wie schön alles ist. Ist es aber oft auch einfach nicht."

Marie Nasemann bekommt viel Post

Marie Nasemann zitierte einige der Nachrichten, die häufig in ihrer Inbox landen, darunter Sprüche wie "Hör endlich auf zu jammern" oder "Komm nicht so undankbar daher!" Manche fragen sie sogar, warum sie und ihr Mann sich überhaupt ein zweites Kind angeschafft haben. Doch sie will sich für ihre intensiven Gefühle nicht schämen, denn "sie bedeuten nicht, dass ich die Kinder bereue oder nicht abgöttisch liebe." Im Nachhinein hätte sie vielleicht einen größeren Altersabstand bevorzugt, aber man könne eben nicht wissen, wie sich die Dinge entwickeln — schon gar nicht im Lockdown.

Klartext ist gefragt. "Wenn wir nicht anfangen, offen darüber zu reden, wie heftig der Job der Elternschaft ist oder Frauen shamen, die offen darüber sprechen, wird Care-Arbeit NIEMALS gesellschaftlich anerkannt und von der Leistung auf einer Ebene mit Erwerbsarbeit gesehen", so der Star. Für Marie Nasemann hat das auch etwas mit Feminismus zu tun: Sie wolle sich nicht zum Wohle aller zurückhalten, so wie ihre Großmütter es taten.

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