Als Kommissarin Marie Brand ermittelt Mariele Millowitsch (66) regelmäßig in unseren Wohnzimmern, so auch am Mittwoch (2. Februar). In 'Marie Brand und der überwundene Tod' geht es um ein Thema, welches besonders emotional ist: Ein Kind stirbt. Eine Situation, die sich auch auf die Stimmung bei den Dreharbeiten niederschlug.

Tote brauchen keine Organe

"Kleine Albernheiten, wie sie sonst schon mal vorkommen, hat es bei diesen Szenen nicht gegeben", blickte die Schauspielerin im Interview mit dem 'RedaktionsNetzwerk Deutschland' auf die Produktion der Folge zurück. Auch das Thema Organspende wird angerissen. Obwohl sie zugeben muss, selbst keinen Ausweis zu haben, steht Mariele Millowitsch voll hinter dem Thema, man könne schließlich im Tod nichts mitnehmen. "Das trifft auch auf die Organe zu. Die brauche ich, weiß Gott nicht mehr, wenn ich tot bin."

Klare Ansage von Mariele Millowitsch

Ihre fatalistische Einstellung half Mariele Millowitsch auch beim Umgang mit der Pandemie. Viel Wahl habe man schließlich nicht gehabt, so die Kölnerin. "Wirklich geärgert hat mich aber, dass es bei dem bisschen Applaus geblieben ist für das Personal in den Krankenhäusern und den Pflegeheimen", schimpfte der Star. Mehr Geld habe es nicht gegeben für diejenigen, die bis zur Erschöpfung arbeiteten. "Überhaupt ist es unsäglich, dass Krankenhäuser heute auf Profit arbeiten. Fehlt nur noch, dass sie demnächst an die Börse gehen."

Auch zur Impfung hat die Serienheldin eine eindeutige Meinung. Nachdem eine infizierte ungeimpfte Mitarbeiterin im letzten Jahr tagelang die Dreharbeiten lahmlegte, ist für Mariele Millowitsch eines klar, wie sie der Deutschen Presse-Agentur erzählte: "ich möchte nicht mehr mit jemanden arbeiten, der nicht geimpft ist."

Bild: Malte Ossowski/SVEN SIMON/picture-alliance/Cover Images