Markus Söder setzt Spatenstich für Deutschlands größte Konzertarena

Direkt neben dem Münchner Flughafen soll bis 2029 eine Konzerthalle für rund 20.000 Besucher entstehen. Die Betreiber versprechen ein Haus, das ganz auf Live-Musik zugeschnitten ist. Aber auch bei einer möglichen Olympia-Zusage ist für die neue Munich Arena eine Rolle vorgesehen.

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Markus Söder (Mitte) beim symbolischen ersten Spatenstich der Munich Arena.
Markus Söder (Mitte) beim symbolischen ersten Spatenstich der Munich Arena. Foto: © Ben Wolf

Der Bau der Munich Arena hat begonnen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (59) setzte am Mittwoch den symbolischen ersten Spatenstich. An seiner Seite standen unter anderem Freisings Oberbürgermeisterin Monika Schwind, Live-Nation-GSA-Geschäftsführer Marek Lieberberg und Lorenz Schmid, Managing Partner der Munich Arena. Das geht aus einer Pressemitteilung der Betreiber hervor. Über 400 Millionen Euro fließen in das privat finanzierte Projekt, eröffnet werden soll 2029.

Entstehen soll nach Angaben der Bauherrin Deutschlands größte Konzertarena mit rund 20.000 Plätzen. Das Grundstück liegt auf Freisinger Flur, unmittelbar neben dem Flughafen München. Laut Projektangaben sind dort rund 120 Konzerte und Veranstaltungen pro Jahr vorgesehen.

Söder: "Bayern kann Großevents"

"Bayern kann Großevents", erklärte Söder bei dem Anlass. Das private Investment sei "ein starkes Bekenntnis für die Region und ganz Bayern". Die Arena passe perfekt zur bayerischen Strategie: "Wir wollen Spitze sein bei Hightech und Lebensfreude."

Marek Lieberberg formulierte ein klares Ziel: "Wenn internationale Tourneen ihre Stationen in Deutschland und Europa auswählen, soll München die erste Wahl sein." Oberbürgermeisterin Schwind sprach von einem besonderen Moment für Freising. Die Stadt werde künftig Gäste aus Deutschland und der ganzen Welt begrüßen, davon könnten Gastronomie und Hotellerie vor Ort profitieren. Für Lorenz Schmid ist das Projekt auch eine Herzensangelegenheit. Dass es in seiner Heimatregion entstehe, "bedeutet mir persönlich viel", sagte er.

Kein Tageslicht in der Halle

Gebaut wird nach dem Prinzip "Music First". Die Arena werde von der Bühne aus gedacht, heißt es weiter. Der hufeisenförmige Zuschauerraum ist auf 270 Grad angelegt, die drei Tribünenränge steigen steil an und sind komplett zur Bühne ausgerichtet. Tageslicht fällt bewusst keines in die Halle, damit sich Licht- und Videoshows unabhängig von der Uhrzeit präzise inszenieren lassen. Rund 20 Prozent der Plätze sind für Premiumangebote wie Suiten, Clubs und Lounges reserviert. Mieten können die Halle alle Künstler und Veranstalter.

Ihr Exoskelett, eine außenliegende Tragkonstruktion, greift das Rautenmuster der bayerischen Landesflagge auf. Der Rundbau misst rund 34 Meter in der Höhe und etwa 100 Meter im Durchmesser. Den Entwurf lieferte das Londoner Büro Populous, zu dessen Referenzen The O2 in London und die Sphere in Las Vegas zählen. Als Generalplaner ist das Münchner Büro Henn an Bord.

Zum Campus gehören ein Musikhotel mit rund 200 Zimmern und ein Mobility Hub mit etwa 1.200 Pkw-Stellplätzen, dazu Grünflächen mit Biergarten. Von der S-Bahn-Station Flughafen Besucherpark sind es den Angaben zufolge rund 15 Minuten zu Fuß.

Ein Schwimmbecken für Olympia

Auch sportlich ist die Arena eingeplant. Sie gehört zum Münchner Venue-Konzept für Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 oder 2044. Erhielte München den Zuschlag, würde auf dem Hallenboden vorübergehend ein Wettkampfbecken für die Schwimm- und Para-Schwimmwettbewerbe installiert. Nach den Spielen soll es abgebaut und andernorts weiterverwendet werden.

(stk/spot)