Comedian Michael Mittermeier (55) hat schon immer gerne ferngesehen, aber bei manchen Formaten kommt ihm ein wenig die Galle hoch. So kann er mit einer der wichtigsten deutschen Krimibastionen kaum etwas anfangen.

"90 Minuten schlechte Jazzmusik"

Den 'Tatort' mag er nicht. Das heißt, nicht jede Folge findet er schlecht, aber wenn ein besonderer Hype um einen der Sonntagskrimi gemacht wird, stellen sich bei ihm die Nackenhaare auf. "Immer wenn ich lese, irgendwer habe wieder einen Wahnsinns-'Tatort' gedreht oder irgendeinen anderen angeblich so überwältigenden Fernsehfilm, sitze ich davor und traue meinen Augen nicht", maulte der Bayer im Gespräch mit 't-online.de'. "90 Minuten schlechte Jazzmusik und nach spätestens 30 Minuten frage ich mich, ob ich der Einzige bin, der Spannung anders definiert." Einer der 'Tatort'-Kommissare kommt allerdings überraschend gut weg: "Bei Til Schweiger weiß man hingegen, was man bekommt: Sein 'Tatort' liefert 90 Minuten Action – quasi ein deutscher 'Stirb langsam'.

Michael Mittermeier hat seine scharfe Zunge vererbt

Aus dem Lästern über Fernsehsendungen hat Michael Mittermeier eine Karriere gebastelt. Schon bei 'Zapped' hat er kein Blatt vor dem Mund genommen. In seinem neuen Podcast 'Synapsen Mikado' unterhält er sich mit seiner Tochter Lilly (14) und Gattin Gudrun über das Geschehen auf dem Bildschirm. Und die scharfe Zunge hat er wohl vererbt: "Lilly hat einen schönen, schrägen, lustigen Blick auf die Dinge und es macht sehr viel Spaß, mit ihr zusammen Sachen neu zu entdecken." Dem Teenager macht es auch großen Spaß, auch aus einem anderen Grund: "Das ist toll! Da kann ich den Papa auch mal öffentlich roasten", erklärte die Jugendliche in einer Agenturmeldung, die den Podcast vorstellte. Die 'Tatort'-Verantwortlichen wird es trösten, dass Michael Mittermeier auch mal sein Fett wegbekommt.

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