Moderatorin Annica Hansen klärt auf: “Das Sinnvollste, was ich je in den Medien gemacht hab”

Annica Hansen

picture alliance/dpa | Henning Kaiser

Annica Hansen (41) setzt sich für die Selbstbestimmung von Frauen ein. Dass dies immer noch nötig ist, ärgert die ehemalige 'taff'-Moderatorin. Sie hat sich für eine Sterilisation entschieden. Auf Instagram hat der Star dies auf Nachfrage auch seinen über 300.000 Followern erzählt.

“Warum sollte irgendwer außer mir entscheiden, was mit meinem Körper passiert außer mir?"

In den Kommentaren schilderten dann Frauen, was für große Schwierigkeiten sie hatten, als sie diesen Wunsch in der Praxis äußerten. Sie sollten sich erst einmal einer psychologischen Begutachtung unterziehen. Die TV-Frau ist fassungslos, welche Rechte sich das Arztpersonal herausnehmen würde. "Dass Ärzte wirklich der Meinung sind, sie sollten darüber entscheiden, was eine Frau macht oder nicht macht, macht mich sprach- und fassungslos. Ich finde das eine riesengroße Frechheit", wütete sie im Gespräch mit RTL und benannte die große Heuchelei, die sich gleichzeitig auftut. "Ich kann mit 16, 17, 18, 19 Kinder in die Welt setzen und keiner sagt zu mir ‘Das könnte schwierig sein, das darfst du nicht’, aber über meinen Körper darf ich mit 18 nicht entscheiden? … Warum sollte irgendwer außer mir entscheiden, was mit meinem Körper passiert außer mir?"

Annica Hansen will aufklären

Annica Hansen ist froh, dass sie mit ihrer großen Social-Media-Plattform und entsprechenden Interviews nun auf das Thema aufmerksam machen kann. "Ich habe viele Shows moderiert und gemacht und getan, was thematisch vielleicht nicht ganz so viel Relevanz hatte. Aber Awareness für die Selbstbestimmung der Frau schaffen, ist vielleicht das Sinnvollste, was ich je in den Medien gemacht hab." Dabei kam das Thema Sterilisation von Frauen erst eher nebenbei zur Sprache. "Ich möchte zunächst klarstellen, dass ich damit nicht offensiv zur Presse gegangen bin, weil ich eine super Geschichte zu erzählen habe", betonte die Medienfrau im Gespräch mit dem 'Stern'. "Ich habe das Thema zunächst nur mit meiner Instagram-Community geteilt… Vor Kurzem habe ich dann einen weiteren Beitrag gepostet und berichtet, dass ich eine OP hatte. Als dann Rückfragen dazu kamen, habe ich mir gedacht: 'Ich bin so authentisch mit den Menschen, die sind so nah an mir dran, dann kann ich auch erzählen, was ich gemacht habe.'" Annica Hansen hofft, dass sie mit ihrer Aufklärung anderen Frauen helfen konnte.

Bild: picture alliance/dpa | Henning Kaiser

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