Tänzerin Motsi Mabuse (40) gehörte zu den Ersten, die reagierten, nachdem es in der Oscar-Nacht zu einem der größten Skandale der letzten Jahre kam. Nach einem geschmacklosen Witz von Chris Rock (57) auf Kosten von Jada Pinkett Smith (50) und deren kahlrasiertem Kopf stürmte deren Mann Will Smith (53) auf die Bühne und ohrfeigte den Comedian.

"Auf dem prestigeträchtigsten aller Events eine schwarze Frau heruntergemacht"

Seitdem wird viel diskutiert — so haben die Veranstalter eine Untersuchung des Vorfalls angekündigt. Nicht wenige zeigten Verständnis für Will Smith, der nur kurz nach dem Zwischenfall mit dem Oscar als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet worden war. Doch Motsi Mabuse kann keinen der beiden Kontrahenten in der Auseinandersetzung verstehen. In einem auf englisch verfassten Posting auf Instagram machte der 'Let's Dance'-Star seinem Ärger Luft. "Chris Rock zu hören, während er bei diesem prestigeträchtigsten aller Events eine schwarze Frau heruntermacht statt sie vor ihresgleichen zu loben ist die Art von Missbrauch, über die wir hier reden müssen!!!" Sie wisse genau, was das Problem sei, schließlich sei sie in Südafrika aufgewachsen, wo ihr lange gesagt wurde, dass sie aufgrund ihrer Hautfarbe wertlos sei. "Wir wissen alle, dass Jada offen über ihre Probleme gesprochen hat und Chris war ahnungslos und ausfallend."

Motsi Mabuse ist von beiden Kontrahenten enttäuscht

Doch Motsi Mabuse war nicht nur enttäuscht von Chris Rock, der eine Frau mit Haarausfall vor den Augen der Welt bloßgestellt hatte. Auch Will Smiths Reaktion wurde von der TV-Ikone scharf kritisiert. Sie sei extra aufgeblieben, um den Schauspieler gewinnen zu sehen — auch für sie sei die Anerkennung schwarzer Künstler*innen ein Teil des Heilungsprozesses der Wunden, die Rassismus bei ihr hinterlassen hat.

"Körperlichen Missbrauch zu sehen hat mich bis ins Mark erschüttert!!! Es war enttäuschend, eine Schande. Ja, er hat seine Frau beschützt, und wir können es uns sicher persönlich schönreden, aber ich bin auf so vielen Ebenen enttäuscht." Die Tänzerin schrieb von "˚geistigem, körperlichem, emotionalem und verbalem Missbrauch." "Alles Geld der Weld, all der Ruhm und die Anerkennung, aber die armen, armen Seelen", so Motsi Mabuse.

Bild: Keith Mayhew/Cover Images