Die Oscar-Verleihung 2022 bleibt vor allem wegen einer Ohrfeige im Gedächtnis: Gastgeber Chris Rock (57) bekam von Preisträger Will Smith eine geknallt. Als Opfer würde er sich jedoch nicht bezeichnen, betont Chris.

Dummer Witz bei den Oscars

Chris Rock bekleckerte sich bei der diesjährigen Oscar-Verleihung in Los Angeles nicht gerade mit Ruhm, als er Witze über Jada Pinkett Smiths (50) kahlgeschorenen Kopf machte und offenbar nicht mitbekommen hatte, dass sie an krankhaftem Haarausfall leidet. Das konnte ihr Ehemann Will Smith nicht hinnehmen und nutzte seine Dankesrede für den Oscar, den er für seine Hauptrolle in 'King Richard' erhielt, um Chris Rock eine zu kleben und seine Wut in Worte zu fassen. Bislang hat sich der Comedian noch nicht im Detail öffentlich zu dem Zwischenfall geäußert, aber am Sonntag (24. Juli) machte er während einer Show im PNC Bank Arts Center im Holmdel, New Jersey Andeutung, die sich darauf zu beziehen schienen.

Chris Rock will kein Opfer sein

"Jeder, der sagt, dass Worte wehtun, ist noch nie ins Gesicht geschlagen worden", scherzte er laut 'Us Weekly'. Zu einem späteren Zeitpunkt umschrieb er Will Smith mit dem Namen "Suge Smith" – wohl eine Anspielung auf Suge Knight, den Mitgründer von Death Row Records, der derzeit hinter Gittern sitzt. "Ich bin kein Opfer, Motherf**ker… Ja, das tat verdammt weh, Motherf**ker. Aber ich habe das abgeschüttelt und bin am nächsten Tag zur Arbeit gegangen… Ich geh auch nicht wegen eines Papierschnitts ins Krankenhaus."

Schon während der Zeremonie hatte sich Will Smith für sein Verhalten bei der Academy und bei seinen Kolleg*innen kurz entschuldigt, am nächsten Tag erklärte er sich ausführlich auf Instagram und bat um Verzeihung. Er gab seinen Rücktritt von der Academy bekannt und muss der Oscar-Verleihung für zehn Jahre fernbleiben. Chris Rock darf weiter dabei sein, wird sich seine Witze aber hoffentlich künftig besser überlegen.

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