Kritik an Timothée Chalamet von Opern- und Ballettwelt

Timothée Chalamet attends the 2026 EE BAFTA Film Awards - Getty

Foto (c) Bang Showbiz // Timothée Chalamet attends the 2026 EE BAFTA Film Awards – Getty

Die Metropolitan Opera und das Royal Ballet and Opera in London haben Timothée Chalamet kritisiert, nachdem er behauptet hatte, dass sich „niemand mehr“ für ihre Kunstformen interessiere. Der ‚Marty Supreme‘-Darsteller nahm vor kurzem für ‚Variety‘ an einem Gespräch mit seinem ‚Interstellar‘-Co-Star Matthew McConaughey an der University of Texas teil. Die Aufnahmen sorgen aktuell für Unmut, da Chalamet sowohl Ballett als auch Oper abwertete, während er über den Trend sprach, dass Filme ihre „größten Actionszenen gleich am Anfang“ platzieren. Als Beispiel für einen erfolgreichen Film, der Zuschauer auch ohne „extrem schnelles“ Tempo fesseln könne, nannte Timothée ‚Frankenstein. Er sagte: „Man muss manchmal gewissermaßen eine Fahne schwenken und sagen: ‚Hey, das ist ein ernsthafter Film.‘ Manche Menschen wollen einfach schnell unterhalten werden.“ Dann fügte er hinzu: „Ich möchte nicht im Ballett oder in der Oper arbeiten, wo es heißt: ‚Hey, haltet das am Leben, obwohl sich niemand mehr dafür interessiert.‘ Mit allem Respekt gegenüber den Ballett- und Opernleuten da draußen.“

Obwohl das Publikum lachte, schien der Oscar-nominierte Schauspieler sofort zu merken, dass seine Bemerkung verletzend sein könnte. Er scherzte: „Ich habe gerade 14 Cent an Zuschauerzahlen verloren. Ich habe einfach grundlos ausgeteilt.“ Die Metropolitan Opera reagierte darauf mit einem Video auf TikTok. Darin sind Dirigenten und Musiker bei Proben für eine Opernaufführung in New York zu sehen, ebenso Mitarbeiter hinter der Bühne, die Kulissen, Kostüme und Perücken vorbereiten. Im Video heißt es: „Mit allem Respekt gegenüber den Opern- (und Ballett-)Leuten da draußen.“ Der Clip wurde mit der Bildunterschrift versehen: „Dieser hier ist für dich, Timothée Chalamet…“

Unterdessen forderte das Royal Ballet and Opera den ‚Wonka‘-Darsteller auf, sie zu besuchen, um die Wirkung ihrer Aufführungen selbst zu erleben. Neben Aufnahmen von Vorstellungen schrieben sie auf Instagram: „Jeden Abend versammeln sich im Royal Opera House Tausende Menschen für Ballett und Oper. Für die Musik. Für das Erzählen von Geschichten. Für die pure Magie einer Live-Aufführung. Wenn du deine Meinung noch einmal überdenken möchtest, @tchalamet – unsere Türen stehen offen.“

Auch die Grammy-prämierte Opernsängerin Isabelle Leonard kritisierte Chalamets Aussagen. Sie kommentierte unter dem Beitrag der Metropolitan Opera: „Ich bin schockiert, dass jemand, der so erfolgreich zu sein scheint, so ungeschickt und engstirnig über Kunst sprechen kann, während er sich selbst offenbar als Künstler versteht – so wie man es als Schauspieler wohl tut.“ Die Mezzosopranistin Deepa Johnny fügte hinzu: „Was für eine enttäuschende Sichtweise. Es gibt kaum etwas Beeindruckenderes als die Magie von Live-Theater, Ballett und Oper. Wir sollten versuchen, diese Kunstformen und diese Künstler zu unterstützen und gemeinsam über Disziplinen hinweg dafür einzustehen. Der Einfluss dieser Medien ist langfristig und lebensverändernd.“

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