Paris Hilton fordert Gesetze gegen Deepfake-Pornografie

Paris Hilton - MTV VMAS 2024 - Kristin Callahan/Everett Collection - Avalon

Foto (c) Bang Showbiz // Paris Hilton – MTV VMAS 2024 – Kristin Callahan/Everett Collection – Avalon

Paris Hilton hat zu einem harten Vorgehen gegen Deepfake-Pornografie im Internet aufgerufen.
Die Hotelerbin reiste am Donnerstag (22. Januar) nach Washington, D.C., um ihre Unterstützung für den Disrupt Explicit Forged Images and Non-Consensual Edits Act – kurz DEFIANCE Act – zu bekunden. Das Gesetz würde Opfern von Deepfake-Pornografie ermöglichen, rechtlich gegen die Verantwortlichen wegen Erstellung und Verbreitung vorzugehen. Dabei sprach Paris auch offen über ihre eigenen Erfahrungen nach dem Leak eines Sexvideos aus dem Jahr 2004, in dem sie mit ihrem Ex-Freund Rick Salomon zu sehen war.

Auf dem Capitol Hill erklärte die Unternehmerin: „Als ich 19 Jahre alt war, wurde ein privates, intimes Video von mir ohne meine Zustimmung mit der ganzen Welt geteilt. Die Leute nannten es einen Skandal. Das war es nicht. Es war Missbrauch. Damals gab es keine Gesetze, die mich geschützt hätten. Es gab nicht einmal Worte für das, was mir angetan wurde.“ Sie sei damals „beschimpft“ und mit Häme überschüttet worden.

„Sie verkauften meinen Schmerz für Klicks und sagten mir dann, ich solle still sein, weitermachen und sogar dankbar für die Aufmerksamkeit sein“, enthüllte die 44-Jährige. Damit habe sie die Kontrolle über ihren Körper und ihren Ruf verloren: „Mein Gefühl von Sicherheit und Selbstwert wurde mir genommen.“

Heute werde Paris durch Deepfake-Pornografie im Internet erneut zum Opfer. „Ich glaubte, das Schlimmste liege hinter mir, aber das tat es nicht. Was mir damals passiert ist, passiert heute Millionen von Frauen und Mädchen – auf eine neue und noch erschreckendere Weise“, fügte sie hinzu. Früher habe jemand echte Aufnahmen stehlen müssen. „Heute reicht ein Computer und die Fantasie eines Fremden. Deepfake-Pornografie ist zu einer Epidemie geworden“, so die Blondine.

Laut Paris gebe es mehr als „100.000 explizite Deepfake-Bilder“ von ihr, die „von KI erstellt“ worden seien. Sie fordert eine Gesetzesänderung, um die nächste Generation von Frauen zu schützen – darunter auch ihre zweijährige Tochter London. „Kein Geld der Welt und keine Anwälte können das stoppen oder mich vor weiterem schützen. Es ist die neueste Form von Viktimisierung im großen Stil“, ergänzte die zweifache Mutter. Dabei gehe es nicht um Technologie, sondern um Macht: „Es geht darum, das Abbild eines Menschen zu benutzen, um ihn zu demütigen, zum Schweigen zu bringen und ihm seine Würde zu nehmen.“

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