Peter Maffay: Popveteran kämpft für die Kulturbranche

Peter Maffay

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Peter Maffay (72) ist frustriert: Zwei Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie herrscht immer noch Unsicherheit und Uneinigkeit darüber, welche Veranstaltungen möglich sind und welche nicht.

Peter Maffay will seine Tournee durchziehen

Konzerte waren wegen der Ansteckungsgefahr zunächst verboten, dann nur mit reduzierten Besucherzahlen möglich, doch ständig wechselnde Regeln, die auch noch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich aussehen, machen Veranstaltern und Künstlern das Leben schwer. Auch Peter Maffay musste seine Tour immer wieder umplanen, jetzt hofft er, dass die neu angesetzten Termine stattfinden können: "Unsere Tour haben wir zum vierten Mal verlegt, und in der Branche bekomme ich mit, wie viele Leute nicht mehr in der Lage sind, das wirtschaftlich zu stemmen. Es ist kein Ende in Sicht, man kann leider nicht absehen, wann diese Lage vorbei ist", sagte er im Gespräch mit 't-online'.

Kulturbranche in Gefahr

Während immer mehr Menschen, die in der Unterhaltungsbranche gearbeitet haben, sich andere Jobs suchen müssen, zahlt Maffay seiner Band und der Crew weiterhin ein Gehalt, doch der Druck wächst. "Ich vertraue auf die Entwicklungen in der Medizin. Aber es ist nicht von der Hand zu weisen, dass in unserer Gesellschaft eine Spaltung aufgetreten ist", klagt der Sänger. "Ein Teil bewältigt diese Pandemie gut, ein anderer – zu dem auch die Kultur gehört – kracht vor die Wand. Die Politik hilft diesen Menschen nicht wirklich."

Wie viele Fans würde er sich fragen: "Warum sind Fußballstadien voll, aber Konzerthallen nicht? Warum ist das eine möglich, das andere aber nicht? Es gibt für mich keinen nachvollziehbaren Grund, warum Sportveranstaltungen machbar sind, aber Kunst oder Musik nicht. Wo ist die Logik? Für mich existiert da keine."

In der Zwischenzeit hat sich Peter Maffay mit seiner Talkshow 'Begegnungen' beim Streamingdienst Magenta-TV ein weiteres Standbein aufgebaut: "Die Serie ist nach der pandemiebedingten Unterbrechung unserer Tour entstanden. Wir wollten nicht zu Hause sitzen und Däumchen drehen. Als Radioshow fing es an, das hat mir so viel Spaß gemacht, dass wir das Konzept zum TV-Format weiterentwickelt haben", sagte er der 'Berliner Morgenpost'. Gut, dass sich Peter Maffay weiterhin Gehör verschafft, auch wenn hinter jedem Konzerttermin vorerst ein Fragezeichen steht.

Bild: Tobias Hase/picture-alliance/Cover Images

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