Prince-Nachlass blockiert Song in Melania-Doku

Prince musician singer - 2011 - Famous

Foto (c) Bang Showbiz // Prince musician singer – 2011 – Famous

Die Nachlassverwalter von Prince sollen die Verwendung seiner Musik in der Dokumentation ‚Melania‘ blockiert haben.
Produzent Marc Beckman, einst leitender Berater von Melania Trump, erklärte, ihm sei zunächst die Nutzung eines Songs des verstorbenen ‚Little Red Corvette‘-Interpreten zugesagt worden. Später habe jedoch die Nachlassverwaltung die Rechte verweigert. Wir waren buchstäblich startklar, und der Anwalt des Nachlasses meinte: ‚Prince hätte niemals gewollt, dass sein Song mit Donald Trump in Verbindung gebracht wird'“, schilderte Beckman. „Und wir so: ‚Aber es ist kein Donald-Trump-Film! Er taucht nur gelegentlich auf. Es geht um Melania. Es ist nicht politisch.‘ Und dann wurde es blockiert. So absurd.“

Laut Beckman verweigerten auch Guns N‘ Roses wegen des umstrittenen US-Präsidenten eine Freigabe ihrer Musik. „Bei Guns N‘ Roses waren die Mitglieder politisch gespalten. Ein wunderschöner Song stand zur Debatte, einer sagte: ‚Ihr könnt ihn haben.‘ Der andere: ‚Auf keinen Fall'“, erzählte er. Das ‚Melania‘-Team habe jedoch die Zustimmung aller Bandmitglieder benötigt. „Also kam der Song nicht infrage. Das war enttäuschend.“

Auch Grace Jones habe die Verwendung ihrer Musik abgelehnt. Sie konnte offenbar die politische Hürde nicht überwinden, obwohl der Film nicht politisch ist. Das war ebenfalls enttäuschend“, zeigte sich Beckman frustriert. Einige unerwartete Künstler hätten dagegen sofort zugesagt. „Manche, von denen man es nie erwartet hätte, waren direkt dabei. Da dachte ich: ‚Wow, jetzt mag ich diese Person noch mehr'“, erzählte er. Namen wollte er jedoch nicht nennen – aus Rücksicht auf die Künstler. „Einige haben Angst, ihre überwiegend liberale Fangemeinde zu verärgern. Ich möchte niemandem schaden“, betonte der Produzent.

Jonny Greenwood von Radiohead hatte zuvor seinen Unmut darüber geäußert, dass ein Teil seines ‚Phantom Thread‘-Soundtracks in der Doku verwendet wurde. In einem gemeinsamen Statement mit Regisseur Paul Thomas Anderson hieß es: „Universal hat Jonny Greenwood über diese Drittverwendung nicht konsultiert – ein Verstoß gegen seine Vereinbarung als Komponist.

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