Prinz Andrew und Virginia Giuffre haben eine außergerichtliche Einigung über Giuffres in Amerika eingereichten Klage wegen sexueller Übergriffe erzielt, wie Gerichtsdokumente zeigen.
In einem am Dienstag (15. Februar) beim US-Bezirksgericht eingereichten Schreiben teilte Giuffres Anwalt David Boies gemeinsam mit den Anwälten des Herzogs von York mit, dass die Parteien „eine grundsätzliche Einigung“ erzielt haben.

Die Gerichtsdokumente zeigen, dass Andrew, der die Anschuldigungen immer bestritten hat, dabei eine „erhebliche Spende an Giuffres Wohltätigkeitsorganisation zur Unterstützung der Rechte der Opfer“ leisten wird. Giuffre, die früher als Virginia Roberts bekannt war, hatte den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, der sich im August 2019 das Leben nahm, und seine ehemalige Freundin Ghislaine Maxwell beschuldigt, sie 2001 gezwungen zu haben, Sex mit dem 61-jährigen Andrew zu haben. Der Prinz ist das dritte Kind von Queen Elizabeth und ihrem verstorbenen Ehemann Prinz Philip. In dem Gerichtsdokument heißt es: „Virginia Giuffre und Prinz Andrew haben eine außergerichtliche Einigung erzielt. Die Parteien werden nach Erhalt der Schlichtung (deren Betrag nicht genannt wird) ein vereinbartes Dokument einreichen.“ Weiterhin steht darin zu lesen: „Prinz Andrew beabsichtigt, eine beträchtliche Spende an die Wohltätigkeitsorganisation von Frau Giuffre zur Unterstützung der Rechte der Opfer zu leisten. Prinz Andrew hatte nie die Absicht, Frau Giuffres Charakter zu verleumden und er akzeptiert, dass sie sowohl als Opfer des Missbrauchs als auch als Folge davon unfaire öffentliche Angriffe erlitt.“

©Bilder:BANG Media International – Prince Andrew in Winsor 2021 – Getty