Prinz Harry litt unter Panikattacken: "Hatte das Gefühl, zu ersticken"
Prinz Harry hat in einem offenherzigen Gespräch zahlreiche Einblicke in sein Innenleben gewährt. So beschrieb der Bruder von Prinz William etwa eindringlich frühere Panikattacken.
Herzogin Meghans (45) Ehemann Prinz Harry (42) hat erklärt, auf welche Arten er in seinem bisherigen Leben unter Trauer gelitten hat. Der Sohn von Prinzessin Diana, die 1997 bei einem Autounfall starb, habe demnach unter plötzlichen Panikattacken gelitten. Seine früheren Erlebnisse beschrieb Harry mit eindringlichen Worten in einer MasterClass mit dem Titel "Redefining Grief: Building Resilience Through Loss", wie "People" berichtet.
Panikattacken auf dem Weg zur Arbeit
Der jüngste Sohn von König Charles (77) hatte etwa "schon beim Anziehen eines einfachen Hemdes" den Eindruck, "der Kragen würde mich einschnüren, sodass ich buchstäblich das Gefühl hatte, zu ersticken", beschreibt Harry seine Panikattacken. Auch "im Auto auf dem Weg zur Arbeit" habe er solche Erlebnisse gehabt, erklärte der Herzog von Sussex im Gespräch mit Neurowissenschaftlerin Dr. Mary-Frances O'Connor auf der US-amerikanischen Online-Lernplattform MasterClass.
In dem Kurs untersuchen Harry und die Neurowissenschaftlerin gemeinsam die chemischen Auswirkungen von Trauer auf Gehirn und Körper. Der Royal, dessen Leben von solch schweren Schicksalsschlägen geprägt war, berichtet dabei über seine eigenen Erlebnisse. Der Kurs wurde schon Anfang des Sommers und vor Harrys Rückkehr nach England in Kalifornien aufgenommen.
Militärdienst als "perfekte Ablenkung"
Schon in jungen Jahren, nach dem Tod Dianas, habe sich Harry unter besonderer Beobachtung gefühlt, berichtete der heute 42-Jährige in dem Gespräch weiter. "Jeder wusste, was mir als Kind widerfahren war, und ich glaube, alle haben mich wohl mit dem Gedanken angesehen: 'Wie geht es ihm? Ist er in Ordnung?'"
Eine Art Antwort von ihm darauf sei sein Militärdienst gewesen. Im Alter von 20 Jahren zum Militär zu gehen, habe die "perfekte Ablenkung" dargestellt, so Harry wörtlich. Dort habe er "die gleiche Uniform wie alle anderen" getragen und sich ganz auf seine jeweilige Aufgabe konzentrieren können.
Zudem habe ihm in Afghanistan "dieser adrenalingeladene Zustand" geholfen. Das bezeichnete Harry als "eine Superkraft".
Der Crash kam jedoch nach seinem zweiten Afghanistan-Einsatz 2013. Damals habe es "keine weitere Mission" für ihn gegeben. Ohne das zuvor reichlich ausgeschüttete Adrenalin hätten seine eingangs beschriebenen Panikattacken eingesetzt.
(lau/spot)