Prinz Harry wünscht sich Versöhnung mit Bruder Prinz William
Seit Jahren gilt das Verhältnis von Prinz Harry zu Teilen seiner Familie als angespannt, besonders zu seinem Bruder William. In einem neuen Interview betont Harry, dass für ihn Versöhnung das Wichtigste ist.
Prinz Harry (42) macht in einem neuen Interview keinen Hehl daraus, dass er sich mit seinem Bruder Prinz William (44) versöhnen möchte. Im Gespräch mit dem Magazin "GQ" spricht der Herzog von Sussex über die anhaltende Entfremdung innerhalb seiner Familie.
Auf die Frage, ob er um die Beziehung zu seinem Vater und seinem Bruder trauere, antwortete Harry: "Ja, natürlich." Zerbrochene Beziehungen zwischen Geschwistern und zwischen Eltern und Kindern seien ein Thema, mit dem sich viele Menschen identifizieren könnten.
"Das Wichtigste ist, sich zu versöhnen"
Harry weiß nach eigenen Worten, wie groß das Interesse an der familiären Situation ist. Menschen fragten sich, wie sich solche Konflikte lösen ließen - und hofften möglicherweise, aus dem Umgang anderer mit ähnlichen Problemen etwas für sich selbst mitzunehmen.
Im Interview sagte Harry: "Manche Menschen wollen nicht, dass es funktioniert. Ich möchte, dass es funktioniert." Er stellte dabei auch klar, wie wichtig ihm eine Aussöhnung sei: "Bei allem, was sonst in der Welt passiert, ist das Wichtigste, sich zu versöhnen. Darum geht es."
Auf die Frage, ob die familiären Wunden heilen könnten, antwortete er ebenfalls mit Ja. Zugleich räumte er ein, dass Verletzungen Spuren hinterließen. Narben bleiben für immer, sagte Harry sinngemäß. Entscheidend sei aber, wie man auf die Vergangenheit blicke und ob man bereit sei, sie loszulassen.
Harrys Sprecher stellt Aussage klar
Seine Bemerkung über Menschen, die eine Versöhnung nicht wollten, könnte als Anspielung auf den Streit mit William verstanden werden. Harrys Sprecher stellte gegenüber dem US-Magazin "People" allerdings klar, dass die Aussage ausdrücklich nicht als Seitenhieb gegen seinen Bruder oder ein anderes Familienmitglied gemeint gewesen sei. Harry habe allgemein über familiäre Konflikte gesprochen.
Zwischen den Brüdern soll es weiterhin keinen direkten Kontakt geben. König Charles und Harry hatten sich hingegen in diesem Sommer wieder getroffen. Harry und seine Frau Meghan hatten sich 2020 von ihren Aufgaben als aktive Mitglieder des Königshauses zurückgezogen und waren in die USA gezogen. In den folgenden Jahren schilderten sie ihre Erfahrungen unter anderem in einer Netflix-Dokumentation und in Harrys Memoiren "Reserve". Aktuell leben sie mit ihren beiden Kindern wieder in Großbritannien.
Prinz William hält offenbar an der Distanz fest
Ob Harrys Wunsch nach Versöhnung bei William auf offene Ohren stößt, ist unklar. Der Prinz von Wales hat sich bislang nicht öffentlich zu den jüngsten Aussagen seines Bruders geäußert. Laut "People" soll Royal-Experte Russell Myers erklärt haben, William wolle weder beruflich noch privat eine Beziehung zu Harry und dessen Familie pflegen.
Die britische "Daily Mail" berichtet unterdessen, dass Mike Tindall (48), der Ehemann von Cousine Zara Tindall, eine besonders enge Rolle in Williams Leben einnehmen soll. Die Zeitung beschreibt den früheren Rugbyspieler als eine Art Ersatzbruder für den Prinzen.
(ncz/spot)