Prinz William und Prinz Harry: Briefe an die Gewinner des Diana Award
Prinz William und Prinz Harry setzen sich weiter für das Vermächtnis ihrer Mutter Diana ein. Beide haben den Preisträgern des Diana Award persönlich gratuliert. Am Verhältnis der zerstrittenen Brüder ändert das allerdings wenig.
Prinz William (44) und Prinz Harry (42) haben den diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinnern des Diana Award gratuliert. Jeder der beiden Brüder schrieb dafür einen eigenen Brief. Das berichtet das US-Magazin "People". Die Organisation ist die einzige Wohltätigkeitsorganisation, die den Namen ihrer Mutter Prinzessin Diana (1961-1997) trägt.
198 junge Menschen aus 44 Ländern bekommen Post. Laut der Stiftung werden sie dafür geehrt, dass sie in ihrem Umfeld und darüber hinaus etwas zum Positiven verändern. Allein 49 Ausgezeichnete stammen aus Indien, 25 aus Nigeria und 23 aus den USA.
Vereint nur auf dem Papier
Neun Länder sind zum ersten Mal vertreten, darunter die Ukraine und die Mongolei. Die Ukraine hat Harry bereits mehrfach besucht, um auf die Arbeit für Veteranen und das Leid der Menschen im Krieg aufmerksam zu machen.
Diana-Award-Chefin Tessy Ojo zeigte sich stolz auf die Preisträger. "Diese jungen Menschen sind der Beweis dafür, dass der Wunsch, etwas zu bewirken, universell ist, ganz gleich, woher sie kommen oder unter welchen Umständen sie leben", erklärte sie. Fast 30 Jahre nach Dianas Tod würden sie auf deren Vermächtnis aufbauen.
An dem Zerwürfnis der Brüder ändert der gemeinsame Einsatz für das Erbe ihrer Mutter wohl nichts. Ihr letzter gemeinsamer öffentlicher Auftritt liegt mehr als vier Jahre zurück. Im September 2022 zeigten sich William und Harry gemeinsam mit ihren Ehefrauen vor Schloss Windsor, wo sie nach dem Tod von Queen Elizabeth II. mit Trauernden sprachen. Wenige Tage später nahmen beide an der Beerdigung ihrer Großmutter teil. Im Juli 2021 hatten die Brüder zudem gemeinsam eine Statue zu Ehren ihrer Mutter Diana im Kensington-Palast enthüllt.
Harry wünscht sich Versöhnung
Bei der Beerdigung von Queen Elizabeth II., der Krönung von König Charles und auf der Gedenkfeier für ihren Onkel Lord Robert Fellowes hielten sie laut "People" Abstand. Inzwischen leben die Brüder wieder im selben Land: Harry ist nach sechs Jahren in Kalifornien mit seiner Familie nach Großbritannien zurückgekehrt. Kontakt sollen die Brüder dennoch nicht haben.
Harry selbst hatte erst im Oktober betont, wie viel ihm an einer Annäherung liegt. Eine Versöhnung mit der königlichen Familie sei "das Wichtigste" für ihn, sagte er im Interview mit dem Magazin "GQ", wie etwa der "Telegraph" berichtete. Aber: "Manche Leute wollen nicht, dass es klappt", fügte er hinzu.
Ein Sprecher der Sussexes stellte klar, die Aussage sei keinesfalls als Seitenhieb gegen seinen Bruder gemeint gewesen.
Doku zum 30. Todestag geplant
Im kommenden Jahr jährt sich Dianas Tod zum 30. Mal. Die Prinzessin kam bei einem Autounfall in Paris ums Leben, William war damals 15, Bruder Harry zwölf Jahre alt. Laut "Telegraph" arbeitet letzterer an Plänen für eine Dokumentation über seine Mutter. Dafür habe er bereits Freunde und Verwandte Dianas angefragt, darunter ihren Bruder Earl Spencer. Der hat zudem ein Buch über seine Schwester veröffentlicht: "Swan Song: Diana, meine Schwester".
(jom/spot)