Alexander Zverev (24) und der Brasilianer Marcelo Melo (38) standen beim ATP-Turnier im mexikanischen Acapulco im Achtelfinale dem Briten Lloyd Glasspool und dem Finnen Harri Heliövaara gegenüber. Dort zeigte sich der Deutsche als schlechter Verlierer.

Doppel-Aus für Zverev und Melo

Schon den ersten Satz entschieden Glasspool und Heliövaara mit 6:2 für sich. Danach konnten Zverev und Melo den zweiten Satz mit 6:4 für sich entscheiden. Im dritten und entscheidenden Satz unterlagen sie ihren Gegnern jedoch: Glasspool und Heliövaara gewannen ihn nach Tiebreak mit 10:6. An diesem Punkt riss sich Zverev noch zusammen, schüttelte zusammen mit Melo die Hände der Sieger. Doch unmittelbar danach rastete Zverev aus. Denn ein Ball im Tiebreak war so knapp auf der Linie gelandet, dass selbst die Video-Wiederholung keine Klarheit brachte. Zverev und Melo sahen ihn im Aus, der Schiedsrichter entschied anders.

Alexander Zverev drischt auf Schiri-Stuhl ein

Mit seinem Schläger prügelte der Olympiasieger dann auf den Stuhl des Schiedsrichters Alessandro Germani ein, der überrascht zusammenzuckte. Einer von Zverevs Schlägen verpasst einen Fuß des Italieners nur knapp. Nach drei Schlägen setzte Zverev sich kurz hin, im vergeblichen Ringen um Fassung. Erneut sprang er auf und haute drauf, während Germani sich in Sicherheit brachte. "Wie verdammt schlecht!?" brüllte Zverev genervt. Bereits während des Spiels hatte er Germani ins Visier genommen, als er ihn nach einer vermeintlich falschen Entscheidung als "verdammten Idioten" titulierte.

Der Verband ATP zog daraufhin Konsequenzen und schloss den Deutschen auch vom noch laufenden Einzelwettbewerb aus. Nun ist Alexander Zverev in Mexiko nur als schlechter Verlierer einsame Spitze.

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