Schauspielerin Renée Zellweger (52, 'Bridget Jones') mag nicht vor allen Leuten aus dem Auto aussteigen. Das passiert aber bei der Oscar-Verleihung, deshalb geht sie lieber zu Fuß.

Zu viel Rummel

Die Preisverleihung ist die wichtigste der Filmwelt und alle Augen ruhen auf den Stars, wenn sie aus ihren Limousinen aussteigen und den roten Teppich betreten. Hunderte von Kameras blitzen auf. Das kann man mögen, muss es aber nicht. Die Amerikanerin gehört eher zu letzteren, wie sie Jimmy Fallon in seiner Tonight Show erzählte: "Ich habe ein paar Rituale, bevor ich den Saal betrete. Ich gehe lieber, anstatt für lange Zeit in der Limo zu hocken. Ich mag es nicht, da auszusteigen, denn es ist die Hölle los, alle schreien herum." Und so bucht sich der Star lieber ein Hotel in der Nähe und läuft zur Verleihung.

Renée Zellweger machte sich in High Heels auf den Weg

Aber 2020 gab es ein Problem, denn Renée Zellweger hatte einen ziemlich langen Weg mit ihren Jimmy Choos zu bewerkstelligen. "Es gab nur ein Hotelzimmer, das eine halbe Meile (800 Meter) entfernt war. Ich kann das nicht empfehlen, aber es ist eine gute Übung, dich auf dem Teppich zu halten. Dann hat es noch geregnet, das macht dich dann noch bodenständiger." Wer jemals in Stöckelschuhen, die eigentlich nur zum Sitzen geeignet sind, zehn Meter gelaufen ist, wird den Schmerz der Darstellerin verstehen.

Aber es hat sich gelohnt, denn Renée Zellweger nahm bei der damaligen Verleihung ihren zweiten Oscar entgegen. Sollte sie also jemals wieder für den Preis nominiert werden, wird sie, die es mit Ritualen hält, sicherlich wieder dasselbe Hotelzimmer buchen und mühselig auf Stöckelschuhen zur Veranstaltung kriechen. Was sind schon achthundert Meter in absolutem Schmerz gegen einen dritten Oscar? Lauf, Renée Zellweger!

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