Roger Taylor deutet mögliche Queen-Show mit Avatar-Technologie an
Roger Taylor deutet mögliche Queen-Show mit Avatar-Technologie an
Queen-Schlagzeuger Roger Taylor sorgt mit neuen Aussagen für Aufregung unter den Fans der Band.
Der Musiker verriet, dass er und Gitarrist Brian May über neue Möglichkeiten für Live-Auftritte gesprochen haben. Dabei geht es offenbar auch um moderne Avatar-Technologie, mit der der verstorbene Queen-Frontmann Freddie Mercury eines Tages virtuell auf die Bühne zurückkehren könnte. In der 'Chris Evans Breakfast Show' bei Virgin Radio erklärte Taylor, dass er und May regelmäßig miteinander sprechen, weil sie in der Nähe voneinander wohnen. Dabei sei auch die Möglichkeit zur Sprache gekommen, "etwas zu machen". Die rasante technische Entwicklung im Bereich moderner Bühnenshows eröffne inzwischen völlig neue Optionen. Als Moderator Chris Evans die Idee mit einer Art Tournee gemeinsam mit Freddie Mercury verglich, stellte Taylor allerdings klar, dass niemand den Sänger ersetzen könne. Eine Avatar-Inszenierung bewege sich für ihn lediglich "sozusagen" in einem ähnlichen Bereich.
Taylor hat seine Meinung zu solchen Shows offenbar weiterentwickelt. Nachdem er 'ABBA Voyage', die aufwendig produzierte Avatar-Show der schwedischen Popgruppe, besucht hatte, war er zunächst nicht vollständig überzeugt. Besonders die Projektionen konnten ihn nicht begeistern. Inzwischen sieht er die technischen Möglichkeiten jedoch deutlich positiver. "Ich fand die eigentlichen Projektionen nicht besonders überzeugend", erklärte Taylor. Gleichzeitig räumte er ein, dass sich die Technologie seit dem Start von 'ABBA Voyage' im Jahr 2022 erheblich weiterentwickelt habe und heute wesentlich mehr möglich sei.
Brian May scheint einem digitalen Queen-Projekt sogar noch offener gegenüberzustehen. Der Gitarrist hat bereits mehrfach darüber gesprochen, die ursprüngliche Besetzung mit Freddie Mercury, John Deacon, Roger Taylor und sich selbst mithilfe moderner Technik virtuell wieder zusammenzubringen. Besonders neue Veranstaltungsorte wie die Sphere in Las Vegas könnten dafür spannende Möglichkeiten bieten. Im Gespräch mit 'The Big Issue' erklärte May, dass Freddie bereits während 'Love of My Life' bei Queen-Konzerten auf einer Leinwand zu sehen sei. Dies könne man seiner Ansicht nach jedoch noch deutlich weiterentwickeln. Statt lediglich altes Archivmaterial abzuspielen, könne eine moderne digitale Version von Queen entstehen.