Rosanna Arquette kritisiert Tarantino und Weinstein

Rosanna Arquette – January 2026 – Avalon – Sundance Film Festival
Rosanna Arquette hat Quentin Tarantinos Umgang mit dem kontroversen N-Wort in seinen Filmen scharf kritisiert. Die 66-jährige Schauspielerin, die in dem Kultfilm ‚Pulp Fiction‘ von 1994 mitwirkte, schätzt den Streifen zwar für seine ikonische Qualität, doch sie bemängelt den oft geduldeten Einsatz des umstrittenen Begriffs in Tarantinos Werken. Im Gespräch mit ‚The Times‘ sagte sie: „Es ist und bleibt ein ikonischer Film auf vielen Ebenen. Aber ich habe den Gebrauch des N-Wortes satt – ich hasse es. Ich kann es nicht ertragen, dass man [Tarantino] einfach so hat durchgehen lassen. Das ist keine große Kunst, das ist schlichtweg rassistisch und beängstigend.“
Rosannas Erfahrung mit ungleichen Gewinnen und Weinstein
Rosanna offenbarte zudem, dass sie als einzige Beteiligte an ‚Pulp Fiction‘ leer ausging, da ihr angeblich Anteile an den Kinoeinnahmen verweigert wurden. Für diese Ungerechtigkeit macht sie den in Verruf geratenen Produzenten Harvey Weinstein verantwortlich. Sie erzählte: „Ich bin die Einzige, die keinen Anteil am Gewinn bekommen hat. Alle anderen haben profitiert – nur ich nicht.“
Die Begegnung mit Weinstein in den frühen 90ern hinterließ bei Rosanna ebenfalls einen bitteren Beigeschmack. In einem Gespräch über ihr Drehbuch sei sie in sein Zimmer im Beverly Hills Hotel eingeladen worden. Dort habe Weinstein nur im Bademantel auf sie gewartet und versucht, eine Grenze zu überschreiten, indem er ihre Hand auf sein Geschlechtsteil legen wollte. Sie wehrte seine Annäherung ab, was ihrer Meinung nach nicht ohne Konsequenzen blieb. „Ich hatte Glück, nicht vergewaltigt worden zu sein. Aber das Ziel war eindeutig diese Richtung. Ein Nein blieb nicht ohne Folgen – ebenso wenig wie meine Entscheidung, später die Wahrheit auszusprechen,“ sagte sie.
Foto: © BANG Media International – Rosanna Arquette – January 2026 – Avalon – Sundance Film Festival





