Russischer General berichtet von seiner Entlassung, nachdem er Kritik geübt hatte

RUSSIA Moscow Pollution from power station behind the Kremlin – Avalon
Nach dem Aufstand der Gruppe Wagner um Jewgeni Prigoschin herrschen innerhalb der russischen Armee scheinbar weiterhin Verunsicherung und Unzufriedenheit.
Das sieht die russische Militärführung nicht gern. So hat ein russischer Armeegeneral berichtet, dass er aus dem Dienst entlassen wurde, nachdem er einen kritischen Lagebericht abgegeben hatte.
Als Oberbefehlshaber war Iwan Popow in der Ukraine stationiert und kämpfte dort im Gebiet Saporischschja.
Er habe seinen Vorgesetzten ungeschönt die Lage an der Front beschrieben. Dabei habe er Kritik an der Strategie geübt, aufgrund derer zu viele Soldaten ihr Leben lassen müssten.
So soll es vor allem an ausreichend Artillerie fehlen, sodass die Kämpfenden vor den feindlichen Angriffen kaum geschützt seien.
Popow erklärte in einer Sprachnachricht: „Ich habe die Aufmerksamkeit auf die größte Tragödie des modernen Kriegs gelenkt – auf das Fehlen der Artillerieaufklärung und -bekämpfung und die vielfachen Toten und Verletzten durch die feindliche Artillerie.“
Wie die britische Zeitung Guardian schrieb, ist nicht klar, wann und für wen Popow die Nachricht aufgenommen hatte.
Popow selbst führte weiter aus, er habe die Wahl gehabt, „feige zu sein und den Mund zu halten oder es so zu sagen, wie es ist“.
Seine Vorgesetzten hätten ihn deshalb als gefährlich eingestuft und innerhalb kürzester Zeit beim Verteidigungsminister seine Entlassung beordert.





