Sabine Postel (67) kennen viele Fernsehzuschauer*innen als putzsüchtige Anwältin in 'Die Kanzlei'. Aber diesen Tick wollte die Schauspielerin für die neue Folgen in Pandemie-Zeiten lieber zurückschrauben.

In Zeiten von Corona nicht witzig

Schließlich muss man schon zwei Jahre lang dank Corona die Oberflächen wischen, um sich zu schützen. "Früher haben die Leute gelacht, da war das skurril, dass Isa von Brede keine Türklinke anfasst, ohne sich danach drei Stunden die Hände zu waschen", bemerkte die Darstellerin im Interview mit 'RedaktionsBetzwerk Deutschland'. "In Zeiten von Corona ist das nicht mehr lustig, deshalb haben wir es zuletzt auch reduziert." Die Menschen wollen in dunklen Zeiten auch lieber unterhalten werden, da sei der humorvolle Ton der Serie genau richtig. Sie fühle im Übrigen genauso: "Im Moment, wo wir mit so vielen Problemen zu kämpfen haben, da will ich doch abends nach den Nachrichten nicht noch Mord und Totschlag sehen, mein Limit ist da manchmal erreicht."

Sabine Porstel fühlte sich eingekesselt

Außerdem hat die Norddeutsche den Fernsehzuschauer*innen 22 Jahre lang Mord und Totschlag ins Haus geliefert, bis dann im April 2019 Schluss für ihre Kommissarin Inga Lürsen war. Für Sabine Postel war es an der Zeit. "Ich habe über die Hälfte meines Berufslebens mit dem 'Tatort' zugebracht. Dazu kam die letzten zwölf Jahre dieser permanente Wechsel zwischen 'Tatort' und 'Die Kanzlei', der mich total eingekesselt hat", gestand sie im Gespräch mit 'express.de'. Eines musste weichen. Und so entschied sie sich für Inga von Brede – die in Zukunft nicht mehr so viel putzen wird.

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