Sandra Hüller übernimmt die Hauptrolle in Maria Schraders neuem Film
Sandra Hüller wird zu Wolfgang Herrndorf: Die Schauspielerin übernimmt die Hauptrolle im neuen Werk von Maria Schrader: die Verfilmung von "Arbeit und Struktur".
Schauspielstar Sandra Hüller (48) hat für eine weitere Hauptrolle unterschrieben - in dem neuen Projekt von Maria Schrader (60). Die Regisseurin wird nächstes Jahr Wolfgang Herrndorfs (1965-2013) autobiographisches Werk "Arbeit und Struktur" verfilmen.
Die Produktion vereint damit zwei der renommiertesten deutschen Filmschaffenden: Sandra Hüller glänzte zuletzt unter anderem in "Vaterland" sowie an der Seite von Ryan Gosling in "Der Astronaut - Project Hail Mary" und erntete zuvor für ihre Darstellungen in "Anatomie eines Falls" und "The Zone of Interest" internationale Anerkennung. Für ihre Rolle in "Anatomie eines Falls" wurde sie für den Oscar nominiert. Zu Schraders gefeierten Werken zählen "Unorthodox", "Ich bin dein Mensch" oder "She Said".
Sandra Hüller als Wolfgang Herrndorf
Sandra Hüller wird nun in dem neuen Projekt von Schrader als Wolfgang Herrndorf zu sehen sein. Der Film werde sich den letzten Jahren des Schriftstellers widmen, der nach der Diagnose eines unheilbaren Gehirntumors sein Leben, seine Arbeit und den nahenden Tod "mit unbestechlicher literarischer Klarheit und zugleich sarkastischem Humor betrachtet", heißt es in einer Mitteilung.
Das Drehbuch stammt von Maria Schrader und Jan Schomburg (50), die Dreharbeiten sollen Anfang 2027 beginnen. Studiocanal bringt "Arbeit und Struktur" 2028 in Deutschland, Frankreich und Italien ins Kino und übernimmt auch den Weltvertrieb.
"Eine der spannendsten Aufgaben, die ich mir vorstellen kann"
Maria Schrader erklärte über die Vorbereitung zu dem Projekt: "'Arbeit und Struktur' ist ein solitäres und intimes Protokoll darüber, was es bedeutet, am Leben zu sein. Ein Mann kämpft mit Worten gegen sein Verschwinden und wird im Angesicht des Todes lebendiger als je zuvor." Durch seine "kompromisslose Ehrlichkeit, seine Intelligenz und Ironie folgen wir Herrndorf in die hellen, die dunklen und die geheimen Winkel des Menschseins", so die Regisseurin. Das auf die Leinwand zu bringen, sei "eine der spannendsten Aufgaben, die ich mir vorstellen kann".
Sandra Hüller verriet, dass seit ihrer ersten Begegnung mit Wolfgang Herrndorfs Werk sein Schreiben sie nicht mehr losgelassen habe. "Seine Texte überraschen, verunsichern und trösten zugleich. Ihm in diesem Film als Mensch zu begegnen: in einem Moment, in dem sich sein Leben abrupt veränderte, auseinanderzufallen drohte und er gleichzeitig seine Stimme als Autor entdeckte, bevor sie tragischerweise verstummte, ist für mich eine große Ehre und Herausforderung".
Das Buch "Arbeit und Struktur" ist am 6. Dezember 2013 posthum im Rowohlt Berlin Verlag erschienen, entstanden aus dem Blog mit Tagebucheinträgen, den Wolfgang Herrndorf nach der Diagnose ab 2010 im Internet veröffentlicht hat.
(hub/spot)