Sarah Kuttner muss nun doch eine Chemotherapie machen

Sarah Kuttner muss sich nach ihrer Brustkrebsdiagnose nun doch einer Chemotherapie unterziehen. In ihrem Podcast erklärt die Moderatorin, warum sich ihr Behandlungsplan geändert hat und wie sie mit der neuen Situation umgeht.

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Sarah Kuttner hat im Oktober ihre Krebsdiagnose öffentlich gemacht.
Sarah Kuttner hat im Oktober ihre Krebsdiagnose öffentlich gemacht. Foto: imago images/Hartenfelser

Sarah Kuttner (47) muss sich nun doch einer Chemotherapie unterziehen. Das erzählt die Moderatorin in der neuen Folge ihres Podcasts "Das kleine Fernsehballett", den sie gemeinsam mit Stefan Niggemeier (56) betreibt. Viereinhalb Monate soll die Behandlung dauern, erst danach ist die Operation geplant.

Auslöser ist ein neues Testergebnis. "Mein Onkotest ist da", berichtet Kuttner. Bislang war sie davon ausgegangen, dass eine Antihormontherapie und eine Operation ausreichen würden. Doch die Untersuchung brachte neue Erkenntnisse: "Mein Tumor ist ein bisschen rumpeliger, als man dachte." Ein für die Therapieentscheidung wichtiger Schwellenwert sei überschritten worden, wenn auch nur knapp. Für Kuttner steht deshalb fest: "Dann machen wir definitiv lieber eine Chemo."

An Halloween ging alles ganz schnell

Nach dem Testergebnis ging alles sehr schnell. An Halloween habe ihr behandelnder Onkologe sie angerufen. "Eine halbe Stunde später war ich da", erzählt Kuttner. Im Krankenhaus wurde sie zunächst über die bevorstehende Chemotherapie aufgeklärt. Anschließend untersuchte der Arzt den Tumor per Ultraschall und setzte einen kleinen Metallmarker ein. Ihren Humor hat die Moderatorin dabei nicht verloren: "Jetzt habe ich so einen Bill-Gates-Chip in der Brust", scherzt sie. Der Marker werde direkt im Tumor platziert, damit sich Veränderungen während der Behandlung besser nachvollziehen lassen. Als nächster Schritt steht das Einsetzen eines Ports für die Chemotherapie an.

"An Heiligabend keine Haare mehr"

Auch auf mögliche Nebenwirkungen der Behandlung stellt sich Kuttner bereits ein. Besonders der bevorstehende Haarausfall beschäftigt sie. "Also ich werde tatsächlich an Heiligabend keine Haare mehr haben", erzählt die 47-Jährige. Für Ersatz will sie rechtzeitig sorgen: "Ich werde mir aber diese Woche noch neue kaufen." Für die Perücke habe sie bereits ein Rezept erhalten, ebenso für einen passenden Ständer.

Trotz ihrer gefassten Haltung blickt Kuttner nicht ohne Sorgen auf die kommenden Monate. "Ich hab so ein bisschen Sorge, hat man natürlich schon vor all den gruseligen Nebenwirkungsgeschichten", gesteht sie. Dennoch versucht sie, der Situation mit Humor zu begegnen, und scherzt unter anderem über mögliche Konzentrationsstörungen.

Tour fällt aus, Podcast läuft weiter

Auch beruflich hat die Erkrankung Konsequenzen. Den ersten Teil ihrer für das Frühjahr geplanten Tour mit dem "Kleinen Fernsehballett" müssen Kuttner und Niggemeier absagen. Warum sie so offen über ihre Behandlung spricht, erklärte die Moderatorin auf Instagram. Sie könne schließlich nicht über Gartenarbeit plaudern, während ihr ein Port für die Chemotherapie eingesetzt werde.

Da ihr Immunsystem durch die Chemotherapie zeitweise geschwächt sein werde, solle sie größere Menschenansammlungen in bestimmten Phasen meiden. Auftritte vor rund 250 Menschen und Flugreisen seien deshalb nicht ratsam. Der Podcast soll hingegen wie gewohnt weiterlaufen. Die Chemotherapie ist jeweils mittwochs geplant - ausgerechnet an dem Tag, an dem auch die neuen Podcastfolgen erscheinen.

Mitte Oktober machte sie ihre Diagnose öffentlich

Ihre Brustkrebserkrankung hatte Kuttner Mitte Oktober öffentlich gemacht. "Um es kurz zu machen, habe ich mir einen kleinen Brustkrebs eingefangen", erklärte sie damals. Der etwa drei Zentimeter große Tumor befinde sich in ihrer rechten Brust. Im Rahmen der Antihormontherapie sei sie zudem, wie sie selbst sagte, "künstlich in die Wechseljahre versetzt" worden.

(ae/spot)