Sean Penn (61) war schon immer jemand, der sich einsetzt. Er kümmerte sich um die Erdbebenopfer von Haiti, reiste in den Irak, um sich vor Ort zu informieren, half in den USA bei der Verteilung von Impfstoffen gegen Covid. Jetzt will der Schauspieler ('Dead Man Walking') mehr über die russische Invasion in die Ukraine wissen.

Einsatz vor Ort

Der Star flog Anfang der Woche nach Kiew und nahm am Donnerstag (24. Februar) an einer Pressekonferenz teil, die über den russischen Angriff informierte. Der Aktivist soll sich auch schon vorher mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und seiner Stellvertreterin Iryna Wereschtschuk getroffen haben. Der Amerikaner hatte sich zudem bereits im November in dem bedrohten Land aufgehalten, um sich dort mit Armeevertretern zu treffen, wie das zuständige Presseamt meldete. Er plante eine Dokumentation über das Land.

Sean Penn bekommt Lob vom Präsidenten

Dass sich Sean Penn auf dem mittlerweile nicht ungefährlichen Weg nach Kiew gemacht hat, wurde vom ukrainischen Präsidenten gelobt. "Der Regisseur kam extra nach Kiew, um zu dokumentieren, was in der Ukraine passiert. Er will die Wahrheit über die russische Invasion erzählen", hieß es in einem offiziellen Schreiben, das von 'Variety' zitiert wurde. Der Oscar-Preisträger wurde für seine Courage gepriesen. "Sean Penn hat einen Mut bewiesen, den viele andere vermissen lassen, besonders westliche Politiker. Wenn es mehr solche Menschen gibt, wahre Freunde der Ukraine, die den Kampf für die Freiheit unterstützen, können wir diese widerliche Invasion von Russland beenden."

Wie lange sich Sean Penn in der Ukraine aufhalten wird, ist nicht bekannt. Seine Dokumentation wird von Vice Studios produziert und es wird sicherlich noch eine Weile dauern, bis der Film veröffentlicht wird: Der Krieg hat gerade erst angefangen und ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Bild: Cover Images