Sean Penn arbeitet lieber als Regisseur.
Der 61-jährige Schauspieler entdeckte schon früh seine Liebe zum Film auf der Großleinwand. Mittlerweile zieht er die Regiearbeit aber der Schauspielerei vor, wie er jetzt der „Augsburger Allgemeinen“ offenbarte: „Als Schauspieler erzählst du die Geschichten anderer, als Regisseur erzählst du deine eigenen. Und ich mag nichts lieber, als Geschichten zu erzählen. Diesen Drang habe ich von meinem Vater, der ja auch Schauspieler und Regisseur war.“ Große Hauptdarsteller-Rollen kommen für ihn weniger in Frage: „Ich habe Angst davor, mich in schwierige Charaktere zu vertiefen. Die erfüllen mich mit tiefsitzendem Schrecken.“ Regie führen und gleichzeitig in dem Film mitzuspielen ginge für ihn aber nicht: „Ich bin ein Perfektionist, und da lässt sich nicht alles miteinander verbinden.“

Im Gespräch mit ‚Sky News‘ erklärte er vor einiger Zeit: „Die Branche, die ich kannte, ist nicht die Branche von heute. Insbesondere mit den unterschwelligen Effekten der COVID-Pandemie fragt man sich auf allen Ebenen des kreativen Filmgeschäfts, was die Zukunft bringen wird. Mit dem Beginn von Streaming, der Gemütlichkeit, der Möglichkeit sich Filme im Heimkino anzuschauen und so weiter – ich würde das nicht empfehlen. Ich bin immer noch ein Typ, der sich in ein Mädchen mit dem Namen Kino verliebte, in einem dunklen Kino mit Fremden. Ich glaube, die Arten von Geschichten, die mich interessieren, will ich auf diese Weise erleben.“

©Bilder:BANG Media International – Sean Penn – 2013 – Famous – Walter Mitty Premiere