Ein letztes Mal wurde der Sarg von Queen Elizabeth II. am Montagmittag (19. September) durch die Straßen Londons getragen. Zuvor hatte es in der Westminster Abbey eine große Trauerfeier mit 2.000 Gästen gegeben — anwesend waren Vertreter*innen aus der Politik, Promis und natürlich die Royal Family.

Die letzte Reise der Queen

Die Monarchin war am 8. September im Alter von 96 Jahren in ihrem Landsitz im schottischen Balmoral gestorben. In einer großen Prozession wurde ihr Sarg zunächst von der Westminster Hall in die nebenan gelegene Westminster Abbey zur offiziellen Trauerfeier gebracht. Anschließend trat die Queen ihre letzte Reise durch London an — von der Kirche, Whitehall entlang, durch die Horseguards Parade, die Mall und am Buckingham Palace vorbei bis zum Wellington Arch. Dort wurde der Sarg in einen Leichenwagen umgebettet, der die verstorbene Regentin zur Stunde an ihre letzte Ruhestätte im Schloss Windsor bringt, wo sie neben ihrem im vergangen Jahr verstorbenen Mann Prinz Philip (†99) beigesetzt wird.

Alle Augen auf Prinz Harry

Neben Trauergästen aus aller Welt — darunter der deutsche Präsident Frank-Walter Steinmeier und der US-Präsident Joe Biden — standen vor allem Mitglieder der Royal Family im Mittelpunkt des Interesses. Die vier Kinder der Queen — König Charles III., Prinzessin Anne, Prinz Andrew und Prinz Edward sowie Charles' Söhne Prinz Harry und Prinz William folgten der Lafette mit dem Sarg. Prinzessin Catherine und Herzogin Meghan waren mit dem Auto zur Trauerfeier gefahren. Viele diskutierten Prinz Harrys kontroverse Entscheidung, nicht in seiner Militär-Uniform zu marschieren. Ein Streit um das Tragen königlichen Insignien ER, welches ihm verwehrt wurde, soll der Grund gewesen sein. Es ist das erste offizielle Staatsbegräbnis in der britischen Hauptstadt seit 1965. Damals hatten die Briten ihren ehemaligen Premier Winston Churchill zu Grabe getragen. Am Montag soll es eine letzte private Feier der Royal Family in der King George VI Memorial Chapel für Queen Elizabeth II. geben.

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