Roland Emmerich

FrankHoermann/SVEN SIMON/picture-alliance/Cover Images

Star-Regisseur Roland Emmerich: Umweltkatastrophen sind die größte Bedrohung

Er gehört zu den heißesten Hollywood-Exporten Deutschlands, steht vor allem für rasante Action, doch mit seinem neuen Film 'The Magic Flute – Das Vermächtnis der Zauberflöte' widmete sich Roland Emmerich (67) eher ruhigeren Themen. Hier führte er allerdings nicht wie üblich Regie sondern trat als Produzent auf.

"Es wird alles verloren gehen"

Der Star-Regisseur, der wegen seiner vielen Katastrophenfilme wie 'Independence Day', 'Godzilla' und 'The Day After Tomorrow' den Spitznamen "Master Of Disaster" trägt, hatte zuletzt Anfang des Jahres mit 'Moonfall' das Ende der Welt heraufbeschworen, und zurzeit blickt der Filmemacher eher pessimistisch in die Zukunft, wie er im Gespräch mit 'Bild am Sonntag' gestand. "Nur weil ich mich für das Kino viel mit Katastrophen beschäftigt habe, habe ich in der Realität nicht weniger Angst." Die rasanten Veränderungen in der Welt, auch was die Einstellungen der Menschen angeht, sieht er mit Sorge. "Ich glaube, wir kommen mit unserer Welt, wie wir sie kennen, früher oder später an einen Punkt, an dem alles verloren geht."

Roland Emmerich sorgt sich ums Klima

In ein, zwei Jahren will Roland Emmerich seinen letzten Film drehen, und ein Thema aufgreifen, welches ihm wichtig ist. "Es wird darum gehen, dass die Welt aus den Fugen gerät." Der Grund? Umweltkatastrophen werden riesige Völkerwanderungen auslösen. "Ich stelle mir die Frage, ob es irgendwann eine Zeit geben wird, in der Menschen nicht mehr in dem Land leben können, in dem sie geboren wurden – wegen Hitze, wegen Wasserknappheit, wegen Hunger", so der Star aus Sindelfingen. Die Folge: "Das System wird nicht mehr funktionieren, wenn sich plötzlich viele Millionen Menschen auf die Reise machen und in ein anderes Land gehen."

Dass wir den Klimawandel nicht ernst nehmen, ist seine größte Sorge. Schon anlässlich der Premiere von 'Moonfall' im Januar erzählte Roland Emmerich dem Playboy: "Die Menschen werden erst aufwachen, wenn es zu spät ist, denn du kannst das Klima ja nicht einfach so umdrehen."

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