Steven Soderbergh: KI im Film für mich keine Bedrohung

Steven Soderbergh – 68th Berlinale International Film Festival Berlin 2018 – Photoshot
Der renommierte Regisseur Steven Soderbergh fühlt sich durch Künstliche Intelligenz keineswegs verunsichert. Neulich gab er preis, dass er in seinem kommenden Film über den Spanisch-Amerikanischen Krieg intensiv moderne Technologien nutzen werde. Er empfindet es fast als Pflicht, diese technischen Hilfsmittel in seinem kreativen Prozess einzusetzen, solange sie das Endergebnis bereichern können. In einem Interview mit ‚Variety‘ erklärte er: „Ich fürchte nur das, was ich nicht verstehe. Deshalb nahm ich mir vor, mich gründlich mit KI zu beschäftigen, um ihre Möglichkeiten auszuloten.“
Innovative Ansätze in der Filmproduktion
Soderbergh, bekannt für Filme wie ‚Traffic‘, fand KI besonders wertvoll bei der Erstellung einer Dokumentation über die Beatles-Legende John Lennon. Er beschrieb die Technologie als äußerst hilfreich, insbesondere bei surrealistischen Szenen, die sich anders nicht umsetzen ließen. Durch KI fand ich kreative Lösungen, um die philosophischen Gespräche zwischen John Lennon und Yoko Ono visuell darzustellen“, verriet er.
Früher hätte er für solche Aufgaben ein teures Visual-Effects-Studio bemühen müssen, doch die KI sparte ihm heute diesen Aufwand. Sein Fokus liegt auf der Qualität des Films, und KI erwies sich als das richtige Werkzeug zur rechten Zeit. Soderbergh mahnt jedoch zur Geduld beim Umgang mit dieser Technologie. „Wir sind noch in den Anfängen des Verständnisses“, so der Oscar-Gewinner. Trotz des Potenzials sieht er die Entwicklung realistischer als manche seiner Kollegen: Einige seiner geschätzten Weggefährten lehnen die Auseinandersetzung mit KI kategorisch ab. „Das ist völlig legitim“, sagt Soderbergh, „aber ich bin neugierig auf neues Werkzeug und probiere es gerne aus, um zu sehen, was es kann.“





