Steven Soderbergh: KI könnte seinen Kriegsfilm verbessern

Steven Soderbergh – January 2024 – Avalon – Sundance Film Festival
Steven Soderbergh setzt große Hoffnungen in die Nutzung künstlicher Intelligenz für seinen kommenden Film über den Spanisch-Amerikanischen Krieg. Der 63-jährige Filmemacher plant, die fortschrittliche Technologie einzusetzen, um besonders bei den Spezialeffekten Kosten zu sparen. Dennoch bleibt er skeptisch, ob KI jemals die echte Schauspielkunst ersetzen kann. In einem Gespräch mit ‚Deadline‘ erklärt Soderbergh: „Ich verlasse mich auf mein Gefühl, was besser ist. Bei einer Seeschlacht gibt es mehrere Ansätze: teure, traditionelle visuelle Effekte; Miniaturmodelle, die im Wasser oft problematisch sind; oder diese neue Technologie.“ Besonders bei Szenen, die schauspielerische Leistungen erfordern, sei er unsicher, ob KI eine echte Alternative darstellen könne.
Weniger ist mehr bei KI
Darüber hinaus warnt Soderbergh davor, KI übermäßig zu nutzen, wenn sie unnötig ist. „Ich möchte in die Welt eines Films eintauchen können, die der Regisseur erschafft, ohne dass der magische Zauber bricht“, sagt er. Für ihn würde der übertrieben Einsatz von Technologie diesen Zauber zerstören, wenn er unpassend wirkt.
Bekannt durch ‚Black Bag‘, zeigt sich Soderbergh auch gespannt darauf, wie das Publikum auf KI-generierte Inhalte reagiert. Er fragt sich: „Wird es eine grundsätzliche Abwehrreaktion geben bei Material, das real wirken soll, aber durch KI erschaffen wurde? Werden die Zuschauer sagen: ‚Das fühlt sich nicht richtig an‘? Die Antwort darauf kenne ich noch nicht – aber ich bin gespannt darauf, es herauszufinden.“





