"Swan Song" ist da: Die größten Enthüllungen von Dianas Bruder
Nur wenige Bücher über das Königshaus haben in den vergangenen Jahren für so viel Wirbel gesorgt wie "Swan Song". Das enthüllt Prinzessin Dianas Bruder in seinem Werk.
Seit Tagen sorgt es für Schlagzeilen, heute erscheint das Buch von Charles Spencer (62). Fast 30 Jahre nach dem Tod von Prinzessin Diana (1961-1997) erzählt ihr Bruder darin ihre Geschichte. In "Swan Song. Diana, meine Schwester" (auf Deutsch im Penguin Verlag) stellt Earl Spencer Behauptungen auf, die hinter den Palastmauern für Entsetzen sorgen.
"Es dürfte das bedeutendste Buch über das Königshaus sein seit Prinz Harrys aufsehenerregenden Memoiren 'Spare' aus dem Jahr 2023 und Andrew Lownies Buch 'Entitled' aus dem Jahr 2025, das den Ruf von Andrew Mountbatten-Windsor ruinierte", heißt es bei der "BBC" über "Swan Song".
Die Berichterstattung - Auszüge aus dem Buch waren vorab in der "Daily Mail" zu lesen - sei von einer einfachen Frage bestimmt worden: "Sollen wir Earl Spencers Behauptungen über die Herzlosigkeit des Königs nach Dianas Tod glauben? Oder sollen wir der ungewöhnlich vehementen Zurückweisung seitens des Buckingham-Palasts Glauben schenken?"
"Wir werden sie schon bald vergessen"
In dem Buch behauptet Spencer laut einem Vorabbericht der "Daily Mail", dass der heutige König Charles (77) nach dem Tod von Diana während eines Telefonats mit ihm im Streit um die Beerdigung über Diana gesagt haben soll: "Sei versichert, wir werden sie schon bald vergessen." Der Buckingham-Palast reagierte nach Veröffentlichung der Buchpassage auf die Darstellung. Man kommentiere grundsätzlich keine Bücher, der König sei sich jedoch bewusst, dass der Schmerz um ein verstorbenes Geschwister die Vernunft trüben, das Urteilsvermögen beeinflussen und auch viele Jahre später die Erinnerung färben könne.
Earl Spencer gab der "BBC" im Vorfeld der Buchveröffentlichung ein Interview, in dem er trotz heftiger Kritik darauf bestand, dass seine Aussagen der Wahrheit entsprechen.
Das sind die meist diskutierten Passagen aus dem Buch
Die angebliche Aussage des heutigen Königs "Sei versichert, wir werden sie schon bald vergessen" und das anschließende Palast-Statement haben bisher für das größte Aufsehen gesorgt. Zu dem Streit am Telefon sei es in den Tagen zwischen Dianas Tod am 31. August 1997 und ihrer Beerdigung am 6. September gekommen, schreibt Spencer. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob ihre beiden Söhne, Prinz William (44) und Prinz Harry (42), damals 15 und zwölf Jahre alt, hinter dem Sarg ihrer Mutter durch London laufen sollten. Spencer schreibt, dass er entschieden gegen die Teilnahme seiner Neffen gewesen sei.
Das Gespräch sei zunehmend hitziger geworden. Spencer beschreibt, Charles habe seinem Ärger freien Lauf gelassen und schließlich die Worte gesagt, die ihn bis heute beschäftigen. Er selbst sei von der Aussage derart überrascht gewesen, dass er zunächst einige Sekunden nichts habe sagen können. Schließlich habe er Charles lediglich geantwortet: "Ich kann nicht glauben, dass du das gerade gesagt hast", und aufgelegt.
"Wie ein Lottogewinner"
Aber es gibt noch weitere Behauptungen von Earl Spencer in seinem Buch, die hohe Wellen schlagen. So soll König Charles in den Stunden nach Dianas Tod angeblich erfreut geklungen haben, behauptet ihr Bruder. "Wie ein Lottogewinner", habe er damals gedacht, so Spencer.
"Wenn ich jetzt zurückblicke, vermute ich, dass der Prinz zunächst wohl eher daran gedacht haben muss, wie dieses Ereignis ihm den Weg ebnen könnte, die Frau zu heiraten, die er liebte, anstatt den Verlust einer Frau zu bedauern, die ihm nichts bedeutete", zitieren britische Medien aus dem Buch.
Sorge um Prinz Harry und "wohlmeinende" Geste der Queen
An anderen Stellen des Buches spricht Earl Spencer laut den Berichten von seiner Sorge um seinen Neffen Prinz Harry. Er schreibt, er habe sich Gedanken darüber gemacht, dass Harry nach dem Tod seiner Mutter "offensichtlich niemand zur Seite stand". Er schien "in seiner Verzweiflung und Qual so unglaublich allein zu sein", behauptet Spencer.
Der Earl verrät in "Swan Song" zudem, er habe die "wohlmeinende" Geste der verstorbenen Queen Elizabeth II. (1926-2022), Dianas Titel "Ihre Königliche Hoheit" posthum wiederherzustellen, abgelehnt, da dies wie ein "Trostpreis" gewirkt habe. Er behauptet, seine Schwester sei durch die "kleinliche und rachsüchtige" Entscheidung, ihr den Titel zu entziehen, "schrecklich verletzt" worden.
Prinz Charles war "nicht in Diana verliebt"
Charles Spencer berichtet außerdem, er habe seine Schwester am Tag ihrer Hochzeit im Clarence House besucht, und habe sie "ruhig vor einem Spiegel sitzend" vorgefunden. Spencer erklärte, er habe erst viel später erfahren, dass "ihr zukünftiger Ehemann ihr am Vortag gesagt hatte, sie müsse wissen, dass er sich sehr darüber freue, sie zu heiraten, aber dass er eigentlich nicht in sie verliebt sei".
Charles Spencer glaubt laut dem Buch zudem, Diana habe ADHS gehabt und auch unter einer extrem starken emotionalen Reaktion auf Kritik, Ablehnung oder soziale Missbilligung gelitten.
Diana soll Stiefmutter die Treppe runtergestoßen haben
Eine weitere Passage in dem neuen Buch von Charles Spencer beschreibt laut "Hello!"-Magazin auch die schwierige Beziehung zwischen Prinzessin Diana und ihrer Stiefmutter Raine Spencer (1929-2016).
Bei einem Vorfall stieß Diana diese laut dem Earl in einem Anfall von Wut in Althorp die Treppe hinunter. Spencer schreibt: "Raine landete glücklicherweise direkt auf ihrem Gesäß und nicht auf einem Knochen, stand auf und verließ den Salon, ohne sich noch einmal umzusehen." Zuvor hatte sie zu Diana gesagt: "Der Prinz von Wales hat mir schon immer so sehr leidgetan, dass er jemanden geheiratet hat, der so dumm ist wie du."
Diana und Charles heirateten 1981, trennten sich 1992 und ließen sich 1996 scheiden - ein Jahr bevor sie im Alter von 36 Jahren bei einem Autounfall in Paris ums Leben kam.
(hub/spot)