Taylor Swift: Neue Doku beleuchtet vereitelten Terroranschlag in Wien

Im Sommer 2024 wurden drei geplante Konzerte von Taylor Swift in Wien wegen Terrorplänen kurzfristig abgesagt. Eine neue Dokumentation soll nun die Hintergründe des vereitelten Anschlags beleuchten.

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Mehrere geplante Konzerte von Taylor Swift in Wien wurden 2024 abgesagt, nachdem ein Mann einen Anschlag geplant hatte.
Mehrere geplante Konzerte von Taylor Swift in Wien wurden 2024 abgesagt, nachdem ein Mann einen Anschlag geplant hatte. Foto: imago images/Image Press Agency/Xavier Collin

Die wegen Terrorplänen abgesagten Wien-Konzerte von Taylor Swift (36) aus dem Jahr 2024 werden zum Thema einer neuen Dokumentation. Unter dem Arbeitstitel "Taylor Swift Wien" soll der Film die damaligen Ereignisse aus verschiedenen Perspektiven beleuchten.

Wie das US-Branchenportal "Variety" berichtet, ist die Erstausstrahlung für Oktober 2027 im ZDF geplant. Produziert wird die Dokumentation von der Berliner Produktionsfirma Beetz Brothers und dem Wiener Unternehmen Markand Media.

Auch die Film- und Musikförderung Südtirol (IDM) bestätigte kürzlich, dass sie das Projekt der Regisseure Andreas Pichler und Veronika Kaserer unterstützt. Inhaltlich soll die Dokumentation zwei gegensätzliche Lebenswelten junger Menschen beleuchten: "die inklusive Community der Swifties und junge Männer, die sich online radikalisieren". Ausgangspunkt sind die abgesagten Wien-Konzerte im August 2024.

Drei Themen stehen im Mittelpunkt der Dokumentation

Wie Georg Tschurtschenthaler von Beetz Brothers gegenüber "Variety" erklärt, soll die Dokumentation die Hintergründe des vereitelten Anschlags aus drei unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Der erste Teil sei wie ein Thriller aufgebaut und schildere einen Wettlauf gegen die Zeit: Mehrere Geheimdienste arbeiteten zusammen, um den geplanten Anschlag zu verhindern.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Gemeinschaft der Taylor-Swift-Fans, den sogenannten Swifties, in Wien. "Wir begleiten drei Protagonistinnen, für die die Nachricht von der Absage des Konzerts natürlich ein Schock war", erzählt Tschurtschenthaler. Dabei gehe es vor allem um weibliche Selbstermächtigung.

Der dritte Teil widmet sich dem damals 19-jährigen Mann, der den Anschlag geplant hatte. Darüber hinaus soll es um "eine neue Generation junger islamistischer Terroristen" gehen, die stark von sozialen Medien geprägt sei, erklärt Tschurtschenthaler.

Der Österreicher wurde kurz vor dem ersten von drei geplanten Taylor-Swift-Konzerten in Wien im August 2024 festgenommen. Wegen der Anschlagspläne wurden daraufhin alle drei Auftritte kurzfristig abgesagt. Im Mai 2026 sprach ihn ein Geschworenengericht am Landesgericht Wiener Neustadt schuldig und verurteilte ihn zu 15 Jahren Haft. Sowohl die Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft legten anschließend Berufung ein.

(wue/spot)